Der Spanier Alonso kann Räikkönen in Barcelona nicht von Platz eins verdrängen – Michael Schumacher scheidet aus
Barcelona: Ein nicht ganz perfekter Sonntag

Durch ein Reifen-Desaster beim Großen Preis von Spanien ist für Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher die Titelverteidigung in schier unerreichbare Ferne gerückt.

BARCELONA. Auch der Himmel hatte sich farblich angepasst: Gelb-golden strahlte die Sonne beim Formel-1-Rennen von Barcelona vom sommerlich blauen Himmel. Blau-gelb - das sind die Farben von Asturien, der Heimatprovinz des spanischen WM-Führenden Fernando Alonso, und es sind die Farben seines Rennstalls Renault. Partystimmung herrschte bei den 115 000 Fans schon vor dem Start zum Grand Prix von Spanien auf dem Circuito de Catalunya. Doch die schwungvollen spanischen Klänge im Motorenlärm sollten wohl ein wenig darüber hinwegtäuschen, dass Alonso am Sonntagvormittag im zweiten Qualifying noch in die zweite Startreihe verdrängt wurde. Mit "Alonso, Alonso"-Sprechchören wurde das Rennen gestartet, und der Gefeierte versuchte alles, um nach ganz vorne zu fahren.

Doch alle Kunststückchen des Hobbymagiers Alonso reichten nicht, um dem späteren Sieger Kimi Räikkönen etwas entgegen zu setzen. Nach der ersten Boxenstoppphase war es ausgerechnet Alonsos Teamkollege Giancarlo Fisichella, der sich vor ihn auf den zweiten Platz setzte. Doch Fisichella musste sich später nach einem Unfall an der Box einen neuen Flügel abholen. Die Fans konnten jubeln, zumindest auf Rang zwei lag Alonso nun wieder. Dahinter lieferten sich Jarno Trulli und Ralf Schumacher ein packendes Duell um den dritten Platz, das Trulli knapp gewann. Michael Schumacher, der Weltmeister, musste dagegen im Ferrari frühzeitig aufgeben. Es war sein dritter Ausfall im fünften Saisonrennen.

Vorne zog Räikkönen seine Bahn, so ganz wurde es also nichts mit dem perfekten Rennsonntag für Spanien. Am Ende aber winkte Alonso den Zuschauern fast so ausgelassen wie ein Sieger zu - sicherlich auch, weil er seinen Vorsprung in der WM-Gesamtwertung ausbauen konnte. Dass es mit dem Sieg nicht klappte, kam für Experten nicht unbedingt überraschend. "So überlegen wie der McLaren-Mercedes hier war in diesem Jahr noch kein Auto", hatte der einstige Pilot Christian Danner schon nach den Trainingseindrücken prophezeit. Er sollte Recht behalten: Zeitweise deklassierte der Finne, der zuletzt viel Pech gehabt hatte, das gesamte Feld um mindestens eine Sekunde pro Runde.

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