Der Traum vom eigenen Course
Wie viel Golfplatz können Sie sich leisten?

Der eigene Course kostet viel Geld. Richtig viel Geld. Entweder man hat genug davon, um sich den Traum erfüllen zu können, oder man muss sehr genau wissen, wie man es anstellt, damit sich der eigene Platz trotzdem rechnet. golfaffairs hat Platzeigentümer gefragt, die es wissen müssen.

Ex-US-Präsident Bill Clinton besitzt einen, die kanadische Popsängerin Céline Dion, Immobilienkönig Donald Trump und Alt-Playboy Gunter Sachs auch, Premiere-Chef Georg Kofler hat einen im Norden Mallorcas und SAP-Mitgründer Dietmar Hopp sogar zwei im Süden Frankreichs. Für jeden Golfer, selbst wenn er sein Handicap gerade deutlich verbessert, die 18 Löcher von St Andrews Old Course mit Par 72 beendet oder von Tiger Woods ein Lob für den Putt am Loch 3 in Pebble Beach (Miteigentümer: Clint Eastwood) bekommen hat, bleibt ein Traum meistens unerfüllt: der eigene Golfplatz. Nur wenige Spieler können am ersten Abschlag ankündigen, nun eine Runde durch ihren privaten Garten zu gehen. Das liegt in der Regel am Kleingeld, das man braucht, um sich seinen eigenen Course anlegen zu lassen und diesen auch zu unterhalten.

"Ich bin ein relativ ungeduldiger Spieler." Dietmar Hopp hasst es, auf dem Golfplatz warten zu müssen.Was macht der Mann, der mit Betriebssoftware reich geworden ist und heute im Aufsichtsrat seines Unternehmens sitzt? Er kauft aus der Konkursmasse einer schwedischen Bank kurzerhand 286 Hektar Land an der Côte d?Azur nahe der Stadt Grasse und lässt sich dort zwei Golfplätze bauen. "Domaine de Terre Blanche" heißt das Areal, "Château" und "Riou" hat Hopp die zwei 18-Lochund Par-72-Plätze benannt. Der Londoner Golfplatz-Architekt Dave Thomas hat sie perfekt in die hügelige Landschaft eingepasst. Der "Château"-Kurs zählt mit einem Course-Rating von 78,1 und einem Slope von 150 zu den fünf schwersten Plätzen Frankreichs. Mindestens sechs Wochen pro Jahr will der Heidelberger Unternehmer (Handicap 10) hier verbringen.

Für Hopp ist Terre Blanche ein Ort, "wo ich meine Freizeit unter gleich gesinnten Golfern verbringen kann". Für ihn war das Motivation genug, sich eine private Golfanlage zu kaufen und insgesamt rund 220 Millionen Euro zu investieren.Zwar befinden sich auf dem Anwesen auch das Fünf-Sterne-Hotel "Four Seasons" und rund 100 Grundstücke für Privatvillen, doch Hopp will die "paradiesischen Zustände" erhalten und mit Terre Blanche kein Geld verdienen. Gleiches gilt für seinen Kompagnon Hasso Plattner, der in Südafrika eine Anlage mit vier Golf-plätzen sein Eigen nennt. Für ihn ist das 500 Hektar große Fancourt Resort Spielplatz in zweifachem Sinn: Plattner arbeitet hier zum einen an seinem Handicap (15). Außerdem verwendet er viel Energie darauf, die Finessen weltberühmter Plätze auf seinem Course nachzubauen.

Auf einigen Fairways und Greens fühlt der Golfer sich wie im US-Mekka Augusta. Hopp sei Dank.Freizeitgestaltung im besten Sinn. Die beiden SAP-Väter und Mitglieder in St. Leon-Rot (wo sie Eigentümer und Gründungspräsident sind) sind Platzhalter aus Leidenschaft. Sie genießen ihre Courses wie andere Millionäre ihre Gemälde oder Yachten. Plattner spricht wie Hopp offen davon, sich mit dem eigenen Golfplatz "einen Traum erfüllt" zu haben.

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