sonstige Sportarten
Deutsche Basketballer räumen Türkei aus dem Weg

Deutschland hat das Viertelfinale bei der Basketball-EM in Serbien und Montenegro erreicht. Im Cross-Elimination-Game gegen die Türkei erzielte Dirk Nowitzki beim 66:57-Sieg genau die Hälfte der deutschen Punkte.

Deutschlands Basketballer kommen bei der Europameisterschaft in Serbien und Montenegro immer besser in Schwung. Angetrieben von einem erneut stark auftrumpfenden Dirk Nowitzki und mit jeder Menge Kampfgeist hat das DBB-Team zum siebten Mal das Viertelfinale einer EM erreicht und sich zugleich eine gute Ausgangsposition für den Sprung zur WM 2006 in Japan geschaffen. Mit 33 Punkten legte der NBA-Profi von den Dallas Mavericks den Grundstein zum 66:57 (27:34) im sogenannten Cross-Elimination-Game in Vrsac gegen die Türkei. In der Runde der letzten Acht trifft die Mannschaft von Bundestrainer Dirk Bauermann am Freitag (18.00 Uhr/live im DSF) in Belgrad auf das nach der Vorrunde unbesiegte Slowenien.

Herz, Intensität und Nowitzki

"Dass wir ins Viertelfinale kommen, hat uns vorher keiner zugetraut", sagte Nowitzki, der auch mit zehn Rebounds - alle in der Defensive - glänzte, und blickte voraus: "Wenn wir gegen die Slowenen nicht so ängstlich und mit angezogener Handbremse beginnen wie in den bisherigen Spielen, sondern von Anfang an Druck machen, haben wir gute Chancen." Trainer Bauermann lobte: "Was die Mannschaft hier erreicht hat, ist das Ergebnis von viel Herz, viel Intensität und Dirk Nowitzki."

Der WM-Dritte von Indianapolis hatte wieder einmal mit erheblichen Startproblemen zu kämpfen und gestattete den Türken vor 4 000 Zuschauern in der ausverkauften Millennium-Arena in Vrsac sogar eine 11:0-Serie zum 6:13-Rückstand. Zwar kam die DBB-Auswahl zurück, erkämpfte sich eine 16:15-Führung (11.), verriet jedoch im Anschluss die bekannte Schwäche in der Offensive mit einer bescheidenen Trefferquote von nur 38 Prozent bis zur Pause.

Harte Defense gegen Nowitzki

Die Taktik von Coach Bauermann, die Türken, denen nur ein Sieg in der Vorrunde gelungen war, mit Tempospiel zu beeindrucken, ging nicht auf. Auf der anderen Seite bemühte sich das Team vom Bosporus, NBA-Profi Nowitzki mit buchstäblich allen Mitteln aus dem Spiel zu nehmen. Nach teilweise ruppigen Attacken standen für den 27-Jährigen in der Halbzeit nur zehn Punkte in der Statistik - und zu allem Überfluss drei Fouls. "Damit haben ihn die Türken wütend gemacht, dann hat er es ihnen gezeigt", meinte Bauermann.

Obwohl es nicht rund lief, bewiesen die deutschen "Riesen" abermals ihre kämpferischen Qualitäten und hielten das Spiel nicht zuletzt durch Drei-Punkte-Würfe von Aufbauspieler Pascal Roller und Nowitzki offen. Nach dem Wechsel schien der gebürtige Würzburger seine Betriebstemperatur erreicht zu haben. 48:46 (29.) lautete die Führung nach seinem dritten "Dreier" am Ende des dritten Viertels. "Ich habe ein paarmal getroffen, dann wuchs das Selbstvertrauen, und es gingen auch Unmögliche rein", sagte Nowitzki.

Türken am Ende ausgelaugt

Auch in der Schlussphase setzte der NBA-All-Star die Akzente und punktete, während das DBB-Team auch in der Defensive seinen Rhythmus fand und den Vorsprung mit Konzentration, Disziplin und einer geschlossen Mannschaftsleistung vorentscheidend auf 62:48 (36.) ausbaute. In der Schlussphase hatten die Türken dem nichts mehr entgegenzusetzen und waren mit ihren Kräften am Ende. Damit feierte Deutschland eine gelunge Revanche für die Halbfinalniederlage bei der EM 2001 in Istanbul.

Neben Nowitzki hatte die deutsche Mannschaft in dem Frankfurter Roller (9 Punkte) seinen besten Schützen. Bester Werfer der Türken war Kaya Peker (16).

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%