sonstige Sportarten
Deutsche Eiskunstläufer vor Olympia gut in Form

Bei der Nebelhorn-Trophy haben sich die deutschen Eiskunstläufer überwiegend in einer guten Verfassung präsentiert. "Die meisten Athleten sind für Turin bereits gut gerüstet", sagte DEU-Sprtdirektor Udo Dönsdorf.

Die deutschen Eiskunstläufer haben mit ihren größtenteils guten Leistungen bei der Nebelhorn-Trophy in Oberstdorf Hoffnungen für den kommenden olympischen Winter geweckt. "Die meisten unserer Athleten haben ganz klar eine positive Richtung eingeschlagen und sind für Turin bereits gut gerüstet", stellte Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union (DEU), mit sichtlicher Zufriedenheit fest.

Besonders wichtig für die DEU: Selbst der notorische Spätstarter Stefan Lindemann präsentierte sich im Allgäu in akzeptabler Verfassung und fuhr gegen allerdings nur zweitklassige Konkurrenz einen knappen Sieg ein. "Das war mein bester Saisoneinstieg überhaupt, er gibt mir das gute Gefühl, bei allen Wettbewerben gut mitmischen zu können", sagte der EM-Dritte aus Erfurt, der seine vierfachen Sprünge mit Absicht noch weg ließ: "Dafür habe ich noch zwei Monate Zeit, mir waren hier saubere Programme wichtiger."

Sawtschenko fehlt noch der deutsche Pass

Aus rein sportlicher Sicht wären die Chemnitzer Paarläufer Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy wie auch Lindemann für Olympia praktisch gesetzt, das Problem der EM-Vierten ist der fehlende deutsche Pass für die blonde Ukrainerin. Regulär kann die 21-Jährige erst im September kommenden Jahres eingebürgert werden, die Entscheidung über eine Ausnahmeregelung ist seit Monaten beim sächsischen Innenministerium anhängig.

Innerlich hat Sawtschenko, die 2002 in Salt Lake City noch für ihr Geburtsland startete, den Glauben an die neue Staatsbürgerschaft noch vor Turin weitgehend aufgegeben. "Ich bin ja noch jung", versuchte sie sich zu trösten, dass für sie erstmals die deutsche Nationalhymne gespielt wurde, fand Aljona "cool". Ihr Versprechen: "Bald lerne ich auch den Text dazu."

Dytrt landete auf Platz acht

Weit textsicherer präsentierte sich Annette Dytrt, dies allerdings leider bei der Wiederholung ihrer Ausreden aus dem vor-olympischen Winter. Rang acht in einem Mittelklassefeld war eine herbe Enttäuschung für die dreimalige deutsche Meisterin, die in dieser Verfassung eine Olympia-Qualifikation um Längen verfehlen wird. Die drastische Analyse ihrer Trainerin Jeannette Folle: "In ihrem Kopf laufen Kakerlaken herum."

"Ich will nicht auf das Glück warten, ich will dafür arbeiten", philosophierte die gebürtige Tschechin nach zwei verpatzten Programmen, die bei Dönsdorf Verärgerung hervorriefen: "Nach einem Sommertraining in den USA, das den Verband viel Geld gekostet hat, hatte ich mehr erwartet." Auf anderem Gebiet kann sich Dytrt möglicherweise bald besser ins Licht rücken, denn einem Angebot des Playboy will sie "vielleicht nach der Saison nachkommen", wie sie der Münchner Abendzeitung verriet.

Kleine Chance für Christina und William Beier

Nur minimale Olympia-Chancen ungeachtet einer positiven Leistungsentwicklung haben auch die beiden Eistänzer Christina und William Beier, die mit Rang drei die Erwartungen von Coach Martin Skotnicky erfüllen konnten. "Man sieht, sie können mit der Weltspitze schon ein bisschen mithalten", meinte der Slowake, der mit den beiden Dortmundern schon in zehn Tagen den ersten Schritt Richtung Turin machen kann. Beim Qualifikations-Wettbewerb in Wien muss das Geschwisterpaar mindestens Rang fünf belegen, um für eine Nominierung in Frage zu kommen.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%