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Deutsche Equipe enttäuscht beim Preis der Nationen

Mit dem Sieg beim traditionsreichen Preis der Nationen beim Chio in Aachen hatte die deutsche Springreiter-Equipe nichts zu tun. Das Quartett landete nur auf Rang sieben, es siegte die USA vor den Niederlanden.

An seinem 42. Geburtstag konnte sich Springreiter Ludger Beerbaum in Aachen nicht selber beschenken und auch seine drei Mitstreiter sprangen nicht für den viermaligen Olympiasieger in die Bresche. Der Riesenbecker belegte mit der favorisierten deutschen Equipe im traditionsreichen Preis der Nationen beim Chio vor 40 000 Zuschauern in Aachen mit 30 Fehlerpunkten nur den enttäuschenden siebten Platz. Sieger in der mit 181 000 Euro dotierten Prüfung wurde das Team aus den USA (13 Fehlerpunkte) vor den Niederlanden und Frankreich mit jeweils 21 Punkten. Im vergangenen Jahr hatte die Mannschaft von Bundestrainer Kurt Gravemeier (Sendenhorst) den renommierten Preis noch gewonnen und den insgesamt 23. Sieg eingefahren.

"Es hat heute nicht gestimmt", meinte Doppel-Europameister Marco Kutscher (Hörstel), der es mit seinem Top-Pferd Montender unter den Augen von Bundespräsident Horst Köhler in beiden Umläufen auf insgesamt 20 Fehlerpunkte brachte und für beide Streichergebnisse sorgte. "Im ersten Durchgang bin ich die Hindernisse zu nah angegangen. Das wollte ich im zweiten Umlauf besser machen. Doch das gelang mir nicht", bilanzierte Kutscher nach seinen enttäuschenden Ritten in der Soers.

Nur Ehning bleibt ein Mal ohne Fehler

Auch Geburtstagskind Ludger Beerbaum konnte nicht die erhoffte Wende für die Gastgeber-Equipe einleiten. Im ersten Durchgang sammelte der Einzel-Olympiasieger von 1992 mit seinem erst neun Jahre alten Wallach L´Espoir fünf Fehlerpunkte, im zweiten Durchgang brachte er es sogar auf neun Fehlerpunkte.

Für den einzigen Nullfehlerritt in der deutschen Mannschaft hatte der Weltranglisten-Erste Marcus Ehning gesorgt. Der Borkener blieb als deutscher Startreiter fehlerlos und ließ die Deutschen hoffen. "Doch dann ging gar nichts mehr", sagte Kurt Gravemeier. Im zweiten Durchgang erlaubte sich Mannschafts-Europameister Ehning mit seiner 13 Jahre alten Stute Gitania zwei Abwürfe.

Schockemöhles Optimismus wird nicht belohnt

Ebenfalls mit Schwächen zeigte sich Mannschafts-Europameisterin Meredith Michaels-Beerbaum aus Thedinghausen. Die 35 Jahre alte gebürtige Kalifornierin patzte mit ihrem Pferd Checkmate jeweils einmal und konnte der deutschen Mannschaft damit auch nicht dienlich sein. "Die erste Runde ist Checkmate super gesprungen, hat aber einen Fehler gemacht. In der zweiten Runde habe ich den Abwurf zunächst nicht registriert. Erst durch die Reaktion der Zuschauer wurde ich darauf aufmerksam gemacht", sagte die zierliche Amazone.

Ex-Europameister Paul Schockemöhle hatte in der Pause noch eine deutliche Steigerung für das deutsche Team prophezeit: "Ich bin davon überzeugt, dass sich die deutschen Reiter nach der Pause noch verbessern werden und die Fehler abstellen." Am Ende sollte sich Schockemöhle geirrt haben. Zumindest im Falle von Marco Kutscher lieferte Schockemöhle eine verständliche Erklärung: "Montender war durch die vielen Auftritte in den letzten Monaten müde. Ihm fehlte die Frische."

© SID

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