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Deutsche Flaggschiffe rudern vorweg

Zum Auftakt der Rotsee-Regatta in Luzern haben der Deutschland-Achter sowie Marcel Hacker im Einer ihre Vorläufe sicher als Sieger beendet. Beide Boote haben damit noch alle Chancen auf den Gewinn des Gesamtweltcups.

Bei der traditionsreichen Rotsee-Regatta in Luzern hat der Deutschland-Achter seine eindrucksvolle Form der letzten Wochen bestätigt. Genauso wie Ex-Weltmeister Marcel Hacker nahm der Achter, der seinen Vorlauf mit zwei Längen Vorsprung auf Polen souverän gewann und sich direkt für das Finale am Sonntag qualifizierte, Kurs auf den Sieg des Gesamtweltcups. Hacker muss nach seinem lockeren Vorlaufsieg vor dem Belgier Tim Maeyens zunächst noch das Halbfinale am Samstag überstehen.

"Ich bin zufrieden. Es lief sehr gut, und es macht Riesenspaß, auf dem Rotsee zu rudern", sagte der im Weltcup führende Hacker nach seinem Pflichtsieg, den er auf den letzten Metern Kraft sparend in 7:14,08 Minuten nach Hause brachte.

Favoritensiege

Auch die übrigen Favoriten im Einer gaben sich keine Blöße. Olympiasieger Olaf Tufte, der Weltcup-Zweite und Eton-Sieger Ondrej Synek sowie der vor drei Wochen in München überraschend starke Neuseeländer Mahe Drysdale stehen erwartungsgemäß im Semifinale.

Der Achter wurde bei Regen und böigem Wind seiner Favoritenrolle in 6:02,89 Minuten gegen Polen, Großbritannien und einem U23-Achter aus Australien gerecht. Vom Start weg dominierte das Großboot des Deutschen Ruderverbandes (DRV) das Geschehen. Die Polen hielten nur bis 1 200 Meter mit und wurden dann abgehängt. "Wir haben die Aufgabe bei diesen Bedingungen gut gelöst", lobte Steuermann Peter Thiede seine junge Truppe um Schlagmann Andreas Penkner (Radolfzell).

Italien größter Konkurrent

Im Finale trifft die deutsche Crew unter anderem auf Italien, das den zweiten Vorlauf gewann. Die "Squadra Azzurra" brachte dem DRV-Boot im Finale in München die bislang einzige Saisonniederlage bei und führt den Weltcup hauchdünn vor dem deutschen Achter an. "Wir sind heiß auf das Finale. Wir haben mit den Italienern noch eine Rechnung offen", sagte Penkner.

Die viermalige Olympiasiegerin Kathrin Boron (Potsdam) muss am Samstag in den Hoffnungslauf. Die 35-Jährige belegte hinter der Französin Sophie Balmary mit deutlichem Rückstand nur Rang zwei. Boron will einen möglichen WM-Start im Einer vom Resultat in Luzern abhängig machen. Nur bei einer guten Medaillenchance wird Boron in Japan (28. August bis 4. September) das Skiff besetzen.

Bilanz nicht gänzlich zufriedenstellend

Die Bilanz des DRV nach den Vorläufen fiel durchwachsen aus. Bei den Männern zogen neben Marcel Hacker auch Tobias Kühne/Jan Herzog (Hannover/Berlin) im Zweier ohne Steuermann, Christian Schreiber/Rene Burmeister (Halle/Rostock) und Jörg Lehnigk/Manuel Brehmer (Ratzeburg/Berlin) jeweils im Doppelzweier sowie leichter und schwerer Vierer ohne Steuermann in die Vorschlussrunde ein.

Bei den Frauen hingegen schafften im ersten Anlauf nur die beiden leichten Doppelzweier mit Berit Carow/Laura Tasch (Neumünster/Würzburg) und Daniela Reimer/Marie-Luise Dräger (Potsdam/Rostock) das direkte Weiterkommen. Der Frauen-Achter steht wegen des geringen Teilnehmerfeldes bereits im Finale. Die erfolgsverwöhnten Doppelzweier und Doppelvierer mussten in den Hoffnungslauf.

© SID

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