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Deutsche Golfer wollen in St. Andrews überraschen

Heute beginnen im schottischen St. Andrews die traditioniellen British Open. Dabei werden drei deutsche Profi-Golfer ihr Glück bei der 134. Auflage des Klassikers versuchen: Bernhard Langer, Alex Cejka und Tino Schuster.

Wenn heute die British Open auf der PGA-Tour beginnen, dann wollen gleich drei Deutsche in der Wiege des Golfsports für Furore sorgen. Nachdem sich der Münchner Alex Cejka in der US-Qualifikation sicher ins 156-köpfige Feld der 134. British Open ab Donnerstag im schottischen St. Andrews gespielt hatte, glückte Altstar Bernhard Langer und Newcomer Tino Schuster die Last-Minute-Qualifikation.

Damit gehen erst zum zweiten Mal nach 1997 drei Deutsche bei einem Major-Turnier an den Abschlag. Vor acht Jahren hatte sich erstmals ein deutsches Trio für die British Open in Royal Troon qualifiziert: Langer, Cejka und Thomas Gögele.

Langer profitiert von Verletzung des Japaners Katayama

Vom Verletzungspech des Japaners Shingo Katayama profitierte Bernhard Langer vor seiner 27. Open-Teilnahme seit 1976. Der zweimalige US-Masters-Champion, aktuell auf Platz 74 notiert, war der in der Weltrangliste höchstplatzierte derjenigen Spieler, die sich beim Qualifying erfolglos versucht hatten. "Ich freue mich riesig, dass ich doch noch dabei sein darf", sagte der 47-Jährige.

Kritisiert wurde Langers Einladung durch den Royal and Ancient Golf Club von Greg Owen, der als 66. der Weltrangliste vor dem Deutschen platziert ist. Der Engländer nahm am US-Qualifikationsturnier aber nicht teil, weil er parallel auf der Europa-Tour antrat. Ohne Teilnahme an einem Open-Qualifying teilt der R&A keinen Nachrücker-Startplatz zu.

Sportlich ergriff der Stuttgarter Schuster die allerletzte Chance beim Schopf und sicherte sich in Leven Links als Dritter ein Ticket für seine erstmalige Major-Teilnahme. "Das ist der Wahnsinn. Ich möchte jetzt Spaß haben und den Cut schaffen, das wäre phantastisch", sagte der 27-Jährige, der im Qualifying Nervenstärke bewies. Im Stechen um Platz drei setzte sich Schuster am ersten Extra-Loch gegen den schlaggleichen Engländer Phil Worthington durch.

Cejka und Langer wollen mehr als den Cut

Mehr als der Cut ist das Ziel des arrivierten Duos Cejka und Langer, das 2001 in Lytham St. Annes gemeinsam für Schlagzeilen gesorgt hatte. Damals führte auf dem Leaderboard der dritten Runde am Samstag Cejka mit zwei Schlägen vor Langer, ein Novum für den deutschen Golfsport. Am Ende wurde Cejka 13., Langer Dritter - es war seine beste Platzierung bei der Open neben zwei zweiten Rängen 1981 und 1984.

Einen souveränen Eindruck hat dort Alex Cejka hinterlassen. Der gebürtige Tscheche, der sich nach einer verkorksten ersten Jahreshälfte und privaten Problemen wieder auf dem aufsteigenden Ast befindet, hat sich für seinen zweiten Open-Start in St. Andrews (2000 am Cut gescheitert) viel vorgenommen. "Ich mag diesen Platz sehr. Außerdem geht es seit einigen Wochen auch wieder aufwärts", sagte der 34-Jährige. Für Cejka ist es der sechste British-Open-Start.

Titelverteidiger im Kampf um die begehrte Silber-Kanne "Claret Jug" ist der US-Amerikaner Todd Hamilton, der sich im Vorjahr im Stechen in Royal Troon gegen den Südafrikaner Ernie Els durchgesetzt hatte. Sieganwärter Nummer eins ist wohl der dreimalige Saisonsieger Tiger Woods, der auch die letzte Open in St. Andrews 2000 mit dem Rekordergebnis von 19 unter Par (269 Schläge) gewonnen hatte.

© SID

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