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Deutsche Hockey-Herren kommen unter die Räder

Die deutsche Hockey-Nationalmannschaft der Herren konnte beim Turnier in Amsterdam nicht mit den Besten der Welt mithalten. Im Spiel um Platz fünf unterlag der amtierende Weltmeister Gastgeber Holland mit 0:5.

Beim Turnier in Amsterdam konnten die deutschen Hockey-Herren ihrer exponierten Stellung als Welt- und Europameister nicht gerecht werden. Die Mannschaft von Bundestrainer Bernhard Peters kassierte im Spiel um Platz fünf gegen die Niederlande die zweite 0:5-Pleite binnen 24 Stunden und belegte damit nur den sechsten Platz unter acht Mannschaften. "Die Strafecken haben heute den Unterschied ausgemacht", sagte Teammanager Dieter Schuermann. Bernhard Peters sagte: "Es kann nicht sein, dass die Niederländer aus sieben Strafecken vier Tore machen und wir mit der gleichen Anzahl keines."

Der Weltranglistenerste Deutschland war mit einem 2:1 gegen Rekord-Olympiasieger Indien ins Turnier gestartet, hatte dann aber schon gegen Spanien ein empfindliches 1:4 kassiert. Am Samstag folgte das 0:5 gegen Pakistan. Bernhard Peters hat damit bis zur Titelverteidigung bei der "Heim"-EM in Leipzig (28. August bis 4. September) offenbar noch viel Arbeit vor sich. Dort beginnt das deutsche Team am 28. August (15.30 Uhr) gegen Schottland in der Vorrunde. Bis Sonntag (21. August) will der Coach seinen EM-Kader benennen.

Dunkle Wolken über Sonnenschein

Die für das Amsterdamer Turnier neu formierte Mannschaft des Olympiadritten war in der Partie gegen die Niederländer insgesamt über weite Strecken gleichwertig, konnte aber seine zahlreichen Chancen nicht nutzen. Hinzu gesellte sich Verletzungspech. Vor dem Match fiel Nicolas Emmerling wegen eines Muskelfaserrisses aus. Auch Benjamin Weß knickte beim Einlaufen um, versuchte es zwar mit getaptem Knöchel, konnte aber dann doch nicht spielen.

Als dann auch noch Nico Sonnenschein in der 18. Minute aufs Knie fiel und mit Verdacht auf Kniescheibenfraktur draußen bleiben musste, wurde es eng. Kurz vor der Halbzeit gesellte sich Debütant Maximilian Müller zu den Verletzten. Er konnte nach einem heftigen "Pferdekuss" am Oberschenkel nicht mehr weitermachen. Herausragender Schütze der Niederländer war Taeke Taekema, der drei Strafecken verwandelte.

© SID

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