Deutsche laufen über 10 Kilometer Medaillenrängen hinterher: Smigun gewinnt ihr zweites Gold

Deutsche laufen über 10 Kilometer Medaillenrängen hinterher
Smigun gewinnt ihr zweites Gold

Die Langläuferin aus Estland hat sich nach dem Erfolg in der Doppelverfolgung auch den Olympiasieg über zehn Kilometer im klassischen Stil gesichert. Die deutschen Damen liefen den Medaillenrängen dagegen erneut deutlich hinterher.

HB TURIN. Kristina Smigun aus Estland hat sich die zweite Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen gesichert, die deutschen Langläuferinnen hingegen konnten die Erwartungen wieder nicht erfüllen. Viola Bauer aus Oberwiesenthal schaffte im Rennen über 10 Kilometer am Donnerstag in Pragelato mit Platz zehn als einzige den Sprung in die Top Ten.

Hinter Smigun, die bereits am Sonntag in der Doppelverfolgung gewonnen hatte, holte sich die dreifache Weltmeisterin Marit Björgen aus Norwegen mit 21,3 Sekunden Rückstand auf die Siegerin mit Silber ihre erste Olympia-Einzelmedaille. Ihre Teamkollegin Hilde Pedersen lief auf den Bronze-Rang. Die 41-Jährige ist damit die älteste Medaillengewinnerin bei Olympischen Winterspielen.

Von ihrem ersten Edelmetall bei den Turiner Winterspielen waren die deutschen Langläuferinnen weit entfernt. Noch hinter der Zehnten Bauer wurde Claudia Künzel (Oberwiesenthal) mit einem Rückstand von 1:40,2 Minuten Rückstand auf die Siegerin 17. Evi Sachenbacher-Stehle (Reit im Winkl/1:47,0 Minuten Rückstand) musste sich beim zweiten Start nach ihrer Schutzsperre mit Rang 20 begnügen, Stefanie Böhler (Ibach/2:51,8) landete auf Platz 38. Das Trio schaffte damit im Gegensatz zu Viola Bauer nicht die von Bundestrainer Jochen Behle geforderte Leistungssteigerung. "Ich wollte einen Platz unter den ersten Zehn haben. Das ist mir gerade so gelungen. Es war ein sehr schweres Rennen", sagte Bauer.

Kristina Smigun avancierte bei den Turiner Winterspielen zur ersten Doppelsiegerin. "Jetzt werden 1,4 Millionen Menschen in meiner Heimat mit mir feiern", sagte die erste Goldmedaillengewinnerin aus Estland. Im Regen von Pragelato hatte sie eine Woche vor ihrem 29. Geburtstag die größten Reserven. "Ich denke wir haben uns perfekt vorbereitet. Ich habe heute nicht an eine Goldmedaille gedacht. Meine Beine waren am Ende müde. Die anderen Läuferinnen waren aber wohl noch müder", sagte Smigun.

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