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Deutsche "Riesen" fertigen Slowenien ab

Durch einen 76:62-Erfolg über Slowenien haben Deutschlands Basketballer das Halbfinale der EM in Serbien und Montenegro erreicht. Tatkräftige Unterstützung erhielt Superstar Dirk Nowitzki diesmal auch in der Offensive.

Deutschlands "Riesen" zählen nach einer famosen Leistung gegen Slowenien zu den vier besten Basketball-Nationalteams Europas. Mit 76:62 (34:34) gewann die Mannschaft um den erneut überragenden NBA-Star Dirk Nowitzki das Viertelfinal-Duell mit dem Topfavoriten Slowenien und sicherte sich damit gleichzeitig das Ticket zur WM 2006 in Japan. Zum dritten Mal nach 1993 und 2001 steht eine deutsche Mannschaft damit in einem EM-Halbfinale. Am Samstag (21.00 Uhr/live im DSF) kämpft das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann bei den Titelkämpfen in Serbien und Montenegro gegen Spanien um den Einzug ins Finale. Die Iberer setzten sich in einem dramatischen Viertelfinal-Duell mit 101:85 (73:73, 25:33) gegen Kroatien durch.

Schon Sekunden vor der Schlusssirene reckte Nowitzki die Faust nach oben und war mit seinen Kollegen in Feierlaune. "Wir können stolz sein, dass wir hier im Halbfinale stehen. Alles lief super, die Slowenen haben uns unterschätzt", meinte der Star der Dallas Mavericks glücklich.

"Wir sind noch nicht am Ende"

Bundestrainer Dirk Bauermann sprach mit leuchtenden Augen von einem Erfolg der ganzen Mannschaft und für den deutschen Basketball: "Nun aber dürfen wir uns nicht verrückt machen und nach vier Siegen in Folge denken: das geht jetzt so weiter. Wichtig ist, dass wir weiter an uns glauben."

Mithat Demirel richtete den Blick sofort nach vorn: "Wir sind noch nicht am Ende, jetzt wollen wir auch die Goldmedaille holen." Pascal Roller meinte stolz: "Wir haben heute auf höchstem Niveau verteidigt, da ist es auch egal, gegen welchen Gegner wir spielen." Ausgelassen vollführte die komplette deutsche Delegation nach dem Spiel am Mittelkreis wahre Freudentänze.

Im Gegensatz zu den vier Begegnungen zuvor päsentierten sich die DBB-Akteure vor 18 000 Zuschauern, darunter etwa 8 000 Fans aus Slowenien, von der ersten Spielsekunde an hellwach. Mit einer gut organisierten und aggressiven Defensive zwangen sie die Slowenen immer wieder zu unkontrollierten Würfen und damit einer hohen Fehlerquote in der Offensive.

Von Beginn an hellwach

Bis zur 9. Minute konnte die deutsche Mannschaft den Vorsprung auf 19:6 ausbauen. Erst gegen Ende des ersten Viertels fanden auch die Slowenen besser ins Spiel, als die Trefferquote von Nowitzki und Co. sank. Der NBA-Star der Dallas Mavericks glänzte jedoch in der Abwehr und unterstrich eindrucksvoll seinen Status als bester Rebounder des Turniers.

Als der deutschen Mannschaft zu Beginn des zweiten Viertels innerhalb von sieben Minuten lediglich ein Korb gelang, schmolz der Vorsprung dahin. Plötzlich führten die Slowenen 24:23. Bis zur Halbzeit vermochte keines der beiden Teams einen entscheidenden Vorsprung zu erzielen.

Den Ärger über die verpassten Chancen im zweiten Viertel hatten die deutschen Korbjäger offenbar in der Kabine gelassen, denn sie begannen konzentriert und führten schnell 39:34, weil auch der künftige Türkei-Legionär Mithat Demirel (Besiktas Istanbul) und anschließend Pascal Roller trafen. Nowitzki, stets hart attackiert, musste sich jede Wurfmöglichkeit hart erarbeiten. Am Ende standen für den bisherigen Top-Scorer der EM immerhin 22 Punkte und neun Rebounds in der Statistik.

Slowenische NBA-Center ohne Stich

Der 27-Jährige ging in einer intensiv geführten Partie einmal mehr mit gutem Beispiel voran, kämpfte für das Team und übernahm Verantwortung. Folglich setzte die deutsche Mannschaft ihr gutes Defensivspiel fort, ließ nur wenige Körbe des Gegners zu, hatte die slowenischen NBA-Center Primoz Brezec (Charlotte Bobcats) sowie Radoslav Nestrovic (San Antonio Spurs) weitgehend im Griff. In der Offensive erkämpfte sich das DBB-Team zudem bis zur 33. einen vorentscheidenden 63:47-Vorsprung.

Neben Nowitzki hatte das deutsche Team in den Aufbauspielern Roller (15 Punkte) und Demirel (13) seine besten Schützen. Erfolgreichster Werfer der Slowenen war Brezec (13).

© SID

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