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Deutsche Slalomkanuten feiern historischen Sieg

Die deutschen Slalomkanuten haben beim Heim-Weltcup in Augsburg erstmals in der Geschichte alle vier olympischen Rennen gewonnen. Den historischen Sieg machten Mandy Planert sowie ihr Lebensgefährte Jan Benzien perfekt.

Deutschlands Slalomkanuten haben sich beim Heim-Weltcup in Augsburg in herausragender Verfassung präsentiert und erstmals in der Geschichte alle vier olympischen Rennen gewonnen. Europameisterin Mandy Planert im Einerkajak und ihr Lebensgefährte Jan Benzien (beide Leipzig) im Einercanadier machten auf dem Eiskanal den historischen Triumph perfekt und präsentierten sich gut zwei Monate vor WM-Beginn in bestechender Form. Am Vortag hatte Fabian Dörfler (Bayreuth) im Einerkajak gesiegt, und im Zweiercanadier gab es, angeführt von Markus Becker/Stefan Henze (Halle), einen deutschen Dreifacherfolg.

Bundestrainer Jürgen Köhler: "Das ist einmalig"

"Das ist einmalig. Alle vier Rennen gewonnen, dazu noch Platz eins bis drei im Zweiercanadier. Wir genießen das und sind happy, aber auf der Heimstrecke hat man natürlich auch einen Heimvorteil", kommentierte Bundestrainer Jürgen Köhler überglücklich: "Trotzdem war das nur eine Station auf dem Weg zur WM." Auch die große Feier fiel aus, weil kurz nach dem Triumph vor insgesamt 5 000 begeisterten Zuschauern die Boote für den nächsten Weltcup in Spanien verladen werden mussten.

"Ich war so nervös und bin richtig glücklich, dass ich den Vorsprung runtergebracht habe", erklärte der 21 Jahre alte Dörfler. Sein erster Weltcup-Sieg mit 2,01 Sekunden Vorsprung vor Campbell Welsh (Großbritannien) war die größte Überraschung am deutschen Erfolgs-Wochenende. "Die jungen Leute haben die Bürde, die ihnen Thomas Schmidt mit dem Olympiasieg auferlegt hat, jetzt endlich bewältigt", meinte Köhler. Alexander Grimm (Augsburg) verpasste als Vierter nur um 0,11 Sekunden den Sprung aufs Podest.

"Vor heimischen Publikum sind wir immer besonders stark"

Im Zweiercanadier deklassierten Becker/Henze (Halle) mit 9,00 Sekunden Vorsprung ihre Teamkollegen Christian Bahmann/Michael Senft (Bad Kreuznach). Dritte wurden Kay Simon/Ronny Simon (Strehla/10,58 Sekunden zurück). "Vor heimischem Publikum sind wir immer besonders stark. Da macht das Siegen doppelt Spaß", sagte Henze, der auf der gleichen Strecke 2003 Weltmeister geworden war.

Mandy Planert, die beim Auftakt-Weltcup vor einer Woche mit Rang drei den einzigen deutschen Podestplatz geholt hatte, siegte mit 2,52 Sekunden Vorsprung vor der Slowakin Jana Dukatova. Als Fan an der Strecke erlebte sie schließlich mit, wie ihr Freund Jan Benzien den totalen Triumph perfekt machte. "Unglaublich, was wir hier geleistet haben. Bei der WM könnte es genauso laufen", meinte Planert. Die Titelkämpfe stehen allerdings erst Ende September in Australien auf dem Programm.

© SID

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