Deutsche Sportler enttäuschen
Ahonen wird Weltmeister von der Großschanze

Janne Ahonen hat das Skispringen von der Großschanze bei der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf gewonnen. Es war der erste WM-Titel des Finnen von der Großschanze.

HB BERLIN. Janne Ahonen hat das Skispringen von der Großschanze bei der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf gewonnen. Der Vierschanzentournee-Sieger aus Finnland erhielt für Versuche auf 141,5 und 142,5 Meter 313,2 Punkte und verwies den Norweger Roar Ljoekelsoey (140,5/138,5/307,2) und den Tschechen Jakub Janda (138/141/304,2)auf die weiteren Medaillenplätze. Bester deutscher Springer war Michael Uhrmann (129,5/130,3/268) aus Rastbüchl als 14. Ex-Weltmeister Martin Schmitt (132/125/261,1) aus Furtwangen wurde 16.

28.000 begeisterte Zuschauer erlebten bei der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf ein mitreißendes Springen von der Großschanze, bei dem die Lokalfavoriten allerdings im Formationsflug zu einem der schwächsten deutschen Ergebnisse der WM-Geschichte flogen. Die Teamleistung machte trotzdem Hoffnung auf die zweite deutsche Flieger-Medaille im abschließenden Teamspringen am Samstag (16 Uhr/ZDF live) nach Silber von der Normalschanze. «Wir haben uns mehr erhofft, bei der WM zählen halt nur Medaillen. Jetzt müssen wir uns richtig zusammenreißen, damit wir im Teamwettbewerb noch eine Überraschung schaffen», sagte Schmitt mit heiserer Stimme.

Ein vergleichbar schlechtes Resultat bei einem WM-Großschanzenspringen hatte es für die Deutschen zuletzt bei der WM 1993 in Falun gegeben, als Christof Duffner auf Platz zehn bester Deutscher war. «Ich bin völlig unzufrieden, wir waren so weit weg», grantelte Uhrmann: «Aber wir dürfen jetzt nicht aufgeben. So ein schlechtes Ergebnis schweißt zusammen. Wir wollen noch eine Team-Medaille.»

Die Fans freuen sich schon jetzt auf das nächste Highlight, denn die wegen Windes um eine halbe Stunde verschobene und dann blitzartig durchgezogene Entscheidung war eine Werbung fürs Skispringen. Mehr als 30 Sprünge über die 130-Meter-Marke rissen die Fans von den Sitzen, der Norweger Lars Bystöl flog mit 143 Metern am weitesten und wurde doch nur Vierter. «Das war der beste Wettkampf, den ich in dieser Saison gesehen habe», schwärmte der dreimalige Olympiasieger Jens Weißflog im ZDF.

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