Deutsche Tennisspieler schwächeln
Weingärtner und Behrend in Wimbledon gescheitert

Die deutschen Tennisprofis sind in Wimbledon mit einer kalten Dusche in den zweiten Tag des Turniers gestartet. Marlene Weingärtner und Tomas Behrend kassierten ernüchternde Erstrunden-Niederlagen. Neun deutsche Spieler sind noch im Rennen.

HB LONDON. Marlene Weingärtner verpasste ihre Chance gegen die Russin Vera Zwonarewa und schied nach starkem Beginn mit 6:2, 4:6, 0:6 als fünfte der vierzehn gestarteten deutschen Tennisprofis aus.

Dabei hatte die Heidelbergerin zunächst alle Trümpfe in der Hand. Es schien, als sollte sie ihr Minimalziel zweite Runde, das sie bei fünf ihrer bislang sechs Teilnahmen bei den All England Championships jeweils geschafft hatte, auch diesmal locker erreichen. Doch die anfängliche Dominanz der Weltranglisten-150. wich zunehmender Unsicherheit - und nach 1:25 Stunden hatte die 138 Plätze besser eingestufte Zwonarewa die Verhältnisse gerade gerückt.

Thomas Behrend unterlag dem Argentinier Guillermo Coria in gerade einmal 79 Minuten 1:6, 2:6, 2:6 und blieb damit auch im zweiten Anlauf nach 2003 auf dem Heiligen Rasen ohne Sieg. Nicht den Hauch einer Chance ließ der French-Open-Finalist des Vorjahres dem in allen Belangen unterlegenen Deutsch-Brasilianer aus Alsdorf, der seine schwarze Wimbledon-Serie fortsetzte.

"Sandfloh" Coria dagegen zeigte ungewohnte Klasse auf dem bei 30 Grad verhältnismäßig langsamen Rasen und feierte bei seinem erst vierten Start im All England Club den zweiten Sieg. Den ersten Erfolg hatte Coria im Vorjahr errungen, bevor er in Runde zwei dem Bayreuther Florian Mayer unterlegen war.

Mayer hatte am Dienstag spielfrei, nachdem er am Abend zuvor souverän seine Auftakthürde in drei Sätzen gegen den Spanier Santiago Ventura gemeistert hatte und Nicolas Kiefer, Lars Burgsmüller und Sabine Klaschka in die zweite Runde gefolgt war.

Die Bilanz weiter aufbessern konnten am Abend Halle-Halbfinalist Thomas Haas, Rainer Schüttler und der zuletzt auf Rasen überzeugende Philipp Kohlschreiber sowie der zweimalige Viertelfinalist Alexander Popp und die momentan beste deutsche Tennisspielerin Anna-Lena Grönefeld.

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