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Deutsches Segel-Syndikat freut sich auf Act 5

Vor Valencia gehen heute die Testregatten für den 32. America´s Cup 2007 weiter. Bis Sonntag stehen anders als zuletzt Fleet- statt Match Races auf dem Programm. Das Team Germany geht optimistisch in die Rennen.

Das deutsche Segel-Syndikat geht zuversichtlich in die fünften Testregatten (Act 5) für den 32. America´s Cup 2007, die heute vor Valencia weiter gehen. Nach der unerwarteten Bilanz von drei Siegen beim letzten Act ist der dänische Skipper des Team Germany, Jesper Bank, auf die kommenden Rennen gespannt. "Es wird viel gedrängelt und gerade an den Tonnen sehr eng. Wenn sich die Großen behaken, kann es ein großer Spaß werden. Ein konkretes Ziel haben wir uns aber nicht gesetzt", sagte Bank.

Fleet- statt Match Races

Anders als zuletzt stehen bis zum Sonntag keine Match- sondern insgesamt fünf sogenannte Fleet Races auf dem Programm. Hierbei gehen die elf Herausforderer-Yachten sowie der Schweizer Titelverteidiger und Act-4-Gewinner Alinghi mit Sportdirektor Jochen Schümann aus Penzberg gleichzeitig auf den Kurs und werden sich voraussichtlich ebenso erbitterte wie spektakuläre Positionskämpfe liefern. Beim Cup 2007 stehen dann allerdings wieder ausschließlich Match Races an.

"Beim Act fünf haben wir fast noch bessere Chancen, da Jesper Bank auch im Fleetracing sehr stark ist und viel vom Start abhängt. Zudem werden die Materialunterschiede ein wenig überdeckt. Wir wollen uns tapfer schlagen und weiter lernen", meint Team-Germany-Chef Uwe Sasse, dessen Mannschaft nach der Teilnahmezusage kurz vor Ablauf der Meldefrist am 29. April nur eine Woche auf dem Wasser trainieren konnte und sich beim Act vier gegen die weitaus erfahrenere Konkurrenz mehr als beachtlich schlug.

"Die Erfolge waren kein Zufall"

"Die drei Siege haben viel Selbstbewusstsein gebracht. Das ist sehr wichtig, da man sowas ja nicht verordnen kann. Alle haben gesehen, dass die Erfolge kein Zufall waren, sondern durch geschickte Manöver zu Stande gekommen sind. Jetzt heißt es, die Konzentration zu halten und konsequent weiter am Material und am Teambuilding zu arbeiten", erklärt Sasse, der mit den bisherigen Leistungen des ersten deutschen Teilnehmers in der 154-jährigen Geschichte der Veranstaltung sehr zufrieden ist und diese in den nächsten Tagen honorieren will.

Noch vor Monatsende sollen die ersten fünf deutschen Segler Verträge bis 2007 erhalten. Wen sich Skipper Bank ausgeguckt hat, wollte das Team jedoch noch nicht preisgeben. "Die Verhandlungen laufen aber bereits", verriet Sasse. Bank, der beim Act vier insgesamt 20 Athleten unter die Lupe nahm und seiner Crew am Mittwoch freigab, will in den kommenden Tagen weitere Segler testen.

Alinghi wieder der große Favorit

Top-Favorit für den Act fünf dürfte erneut die Alinghi sein, die bei den vierten Testregatten keine Schwächen offenbarte und die Rennserie mit 11:0 Siegen abschloss. Dem Leistungsniveau der Eidgenossen dürften wie beim Act vier das Team New Zealand (Neuseeland), das US-Syndikat BMW-Oracle-Racing und die italienische Luna Rossa am nächsten kommen.

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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