Deutsches Team will führende Stellung verteidigen
Bühne frei für das Spektakel

Die Bühne ist bereitet, das große Spektakel auf Eis und Schnee kann beginnen. Mit der traditionellen Formel "Ich erkläre die XX. Olympischen Winterspiele in Turin für eröffnet" gibt Italiens Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi heute um 21.55 Uhr den Startschuss für die Jagd von 2500 Sportlern aus 82 Ländern auf 84 Medaillensätze in 13 Sportarten.

HB TURIN. Das 161-köpfige deutsche Team, das von Biathletin Kati Wilhelm zur Eröffnungsfeier in das Stadio Comunale geführt wird, soll sich nach den Berechnungen der deutschen Leistungssport-Experten von dem aus 252 Teilen bestehenden Medaillenkuchen mindestens 26 Stücke abschneiden.

"Italiens Leidenschaft und Professionalität wird uns zweifelsohne erfolgreiche Winterspiele bescheren", erteilte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Jacques Rogge, den Gastgebern Vorschusslorbeeren. Doch steht zu befürchten, dass der dritte Stopp der Olympischen Familie in Italien nach den Winterspielen von Cortina d'Ampezzo 1956 und den Sommerspielen in Rom 1960 zu einer geteilten Veranstaltung wird: In der 900 000-Einwohner- Metropole Turin die Hallen-Wettbewerbe auf Eis, in der 100 Kilometer entfernten Bergregion um Sestriere diejenigen auf Schnee.

Für das deutsche Team geht es dabei darum, seine führende Stellung in der Winterwelt des Sports zu verteidigen. Zwar ist der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees (NOK), Klaus Steinbach, überzeugt, dass "das Leistungspotenzial unserer Sportler vergleichbar groß wie in Nagano 1998 oder Salt Lake City 2002" ist. Doch Ulrich Feldhoff, der Vizepräsident Leistungssport des Deutschen Sportbundes (DSB), sieht voraus, dass man "das Traumergebnis von Salt Lake City 2002 nicht wiederholen kann". Nach Platz eins in Nagano erreichte Deutschland vor vier Jahren mit 12 Mal Gold, 16 Mal Silber und 8 Mal Bronze Rang zwei hinter Norwegen.

Zu den großen Hoffnungen zählen neben Kati Wilhelm Uschi Disl, Silke Kraushaar, Sylke Otto, Georg Hackl, Tobias Angerer sowie Anni Friesinger und Claudia Pechstein, Deutschlands erfolgreichste Winter- Olympionikin. Auch das Eiskunstlauf-Paar Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy greift nach einer Medaille, obwohl der Nominierungsstreit um ihren Stasi-belasteten Trainer Ingo Steuer mit dem Gang des NOK in die Berufung vor dem Kammergericht Berlin weiter schwelt.

In die Erfolgsspur sollen am Samstagnachmittag die Biathleten und Kombinierer Ronny Ackermann das deutsche Team bringen. Sven Fischer, Ricco Groß, Michael Greis und Michael Rösch sind dabei, wenn über 20 km die erste Goldmedaille vergeben wird. Ihr größter Widersacher, Ole Einar Björndalen, könnte bei einem ähnlichen Triumph wie mit den vier Siegen 2002 sogar seinen norwegischen Landsmann Björn Dählie als erfolgreichsten Athleten aller Winterspiele ablösen.

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