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Deutschland-Achter bei Canal-Cup Zweiter

Beim Canal-Cup auf dem Nord-Ostsee-Kanal ist der Deutschland-Achter auf Platz zwei gefahren. Den Sieg nach 12,7km sicherte sich das Boot der Universität Cambridge. Auf Rang drei kam Weltmeister USA ins Ziel.

Bei der fünften Auflage des Canal-Cups auf dem Nord-Ostsee-Kanal ist für den Deutschland-Achter eine Serie zu Ende gegangen. Das deutsche Team kassierte zwischen Breiholz und Rendsburg zum ersten Mal eine Niederlage. Nach 12,7km passierte das Aushängeschild des Deutschen Ruderverbandes (DRV) als zweiplatziertes Boot die Ziellinie unter der denkmalgeschützten Rendsburger Eisenbahnhochbrücke. Den Sieg holte sich der Achter der Universität Cambridge in einer Zeit von 38:04,6 Minuten.

Koltzk erlitt Platzwunde über dem Auge

Kurz vor Beginn des Ruder-Marathons hatte das deutsche Team eine Schrecksekunde zu verkraften: Stefan Koltzk (Frankfurt/Oder) rutschte bei den Startvorbereitungen auf moosbewachsenem Untergrund aus und erlitt eine Platzwunde über dem rechten Auge. Seinen Platz nahm Bernd Heidicker (Herne) ein, der sich als Ersatzruderer für einen Einsatz bereit gehalten hatte.

Entsprechend zufrieden war Bundestrainer Dieter Grahn mit der Vorstellung seiner Mannschaft vor 100 000 Zuschauern, die entlang der Strecke Volksfeststimmung verbreiteten: "Ich ziehe den Hut vor meiner Mannschaft. Dieser Ausfall war entscheidend für den Ausgang. Dieses Rennen ist die Hölle."

Hauptrennen wurde zum Dreikampf

Auf der meistbefahrenen künstlichen Wasserstraße der Welt entwickelte sich das Hauptrennen bereits nach wenigen Minuten zu einem Dreikampf zwischen dem WM-Dritten Deutschland, Weltmeister und Olympiasieger USA sowie dem Cambridge-Achter, der einen ersten Test für das Traditionsduell mit Oxford im kommenden Frühjahr absolvierte.

Die Boote des WM-Vierten Großbritannien und der stark gestarteten Niederlande fielen früh in aussichtslose Positionen zurück. Auch die US-Ruderer verloren im zweiten Renndrittel an Geschwindigkeit, Deutschland lag über mehrere Kilometer Distanz etwa zwei Längen hinter der Universitäts-Auswahl. Im Schlussspurt jedoch hatte das Team um Schlagmann Andreas Penkner (Radolfzell) Cambridge, das mit den deutschen "Aushilfen" Thorsten Engelmann (Berlin) und Sebastian Schulte (Wiesbaden) ins Rennen gegangen war, nichts mehr entgegenzusetzen.

© SID

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