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Deutschland-Achter rudert souverän ins Finale

Bei den Ruder-Weltmeisterschaften kämpft der Deutschland-Achter am Sonntag um die Goldmedaille. Der Mannschaft um Schlagmann Andreas Penkner gelang im japanischen Gifu ein taktisch beeindruckender Vorlaufsieg.

Zehn Jahre nach dem Gewinn des WM-Titels in Tampere greift der deutsche Ruder-Achter wieder nach der Goldmedaille. Bei den Weltmeisterschaften im japanischen Gifu erreichte die Mannschaft um Schlagmann Andreas Penkner (Radolfzell) dank eines taktisch beeindruckenden Vorlaufsieges das Finale. Das Aushängeschild des Deutschen Ruderverbandes (DRV) setzte sich in 5:36,68 Minuten bei schwülen äußeren Bedingungen mit einer dreiviertel Länge Vorsprung auf die überraschend starken Russen und Titelverteidiger Kanada durch. Am Sonntag (6.30 Uhr Mesz) rudert der Achter als Topfavorit um die Medaillen. "Es ist eine große Last von uns abgefallen. Die Erwartungshaltung war enorm", sagte Bundestrainer Dieter Grahn.

"Die sind zu schnell raus. Die holen wir wieder ein"

Der Achter präsentierte sich bei seinem WM-Debüt nervenstark und robust. Russland drückte vom Start weg mit aller Macht aufs Tempo und hatte sich nach einem Viertel der 2000-m-Strecke eine Länge Vorsprung erarbeitet. Steuermann Peter Thiede beruhigte seine junge Crew. "Er hat gesagt, die sind zu schnell raus. Die holen wir wieder ein", erklärte Schlagmann Penkner nach dem Zieleinlauf.

Auf der Jagd nach den Russen musste sich das deutsche Boot gleichzeitig noch die Kanadier vom Leib halten. "Die haben wir überraschend gut kontrolliert", sagte Penkner. Auf dem zweiten Streckenabschnitt übernahm der deutsche Achter endgültig das Kommando und setzte sich in 5:36,68 Minuten am Ende souverän durch. Den Russen ging die Puste aus und wurden mit einer dreiviertel Länge Rückstand Zweiter. Kanada folgte auf Platz drei.

Den zweiten Vorlauf gewann Olympiasieger USA hauchdünn vor Italien. Die Amerikaner stehen somit wie das deutsche Boot bereits im Finale, während die Konkurrenz am Mittwoch den Hoffnungslauf zum Weiterkommen benötigt. Auch die Tatsache, dass die USA über fünf Sekunden schneller war als das DRV-Boot, beunruhigt die deutsche Mannschaft nicht. "Das hat mit dem Wind zu tun. Außerdem behalten wir dadurch unsere Spannung bis Sonntag", sagte Grahn.

Auch Doppelvierer um Boron im Finale

Die viermalige Olympiasiegerin Kathrin Boron (Potsdam) setzte im Doppelvierer ebenfalls ein Zeichen. Die 35-Jährige zog an der Seite von Britta Oppelt, Susanne Schmidt (beide Berlin) und Stephanie Schiller (Potsdam) mit ihrem Vorlaufsieg vor Russland und den USA ebenfalls ins Finale ein. Die Russinnen hatten beim Weltcup-Finale Mitte Juli in Luzern das deutsche Boot noch hinter sich gelassen.

"Ich bin sehr zufrieden mit der Bilanz nach den Vorläufen. Unsere Erwartungen sind erfüllt worden", sagte DRV-Sportdirektor Michael Müller. Das im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2008 in Peking stark verjüngte Team steht zudem mit sieben Booten in der Vorschlussrunde. Weitere Vorlaufsiege gelangen beiden leichten Doppelzweiern und dem leichten Vierer ohne Steuermann. Rang zwei genügte dem Männer-Doppelvierer zum Weiterkommen. Fünf Boote haben am Mittwoch noch die Chance, über den Hoffnungslauf die nächste Runde zu erreichen.

© SID

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