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Deutschland will zum WM-Auftakt Revanche nehmen

Die deutschen Wasserballer treffen zum Auftakt der Schwimm-WM in Montreal heute auf Australien. Dabei wollen sich die DSV-Herren für die Niederlage bei den Olympischen Spielen in Athen im vergangenen Jahr revanchieren.

Gleich zum Auftakt der heute beginnenden Weltmeisterschaft in Montreal wollen die deutschen Wasserballer eine offene Rechnung mit Australien begleichen. Die Herren des Deutschen Schwimm-Verbandes verspielten vor einem Jahr in Athen bei der Rückkehr in die Weltspitze durch ein Remis gegen die "Aussies" im letzten Gruppenspiel den direkten Einzug ins Halbfinale der Olympischen Spiele.

"Wir brennen auf Wiedergutmachung"

Diesmal will der Olympia-Fünfte den Grundstein für ein erfolgreiches WM-Turnier legen. "Das Unentschieden in Athen hat uns mächtig geärgert. Wir brennen auf Wiedergutmachung und werden top-motiviert ins Wasser springen", verspricht Kapitän Steffen Dierolf von Vize-Meister SV Cannstatt.

Ein Sieg gegen den Olympia-Neunten heute Abend (23.45 Uhr Mesz) wäre nicht nur wichtig für das Selbstvertrauen, sondern auch die halbe Miete auf den Weg ins Viertelfinale. Nur die jeweiligen Ersten der Vorrunde schaffen den direkten Sprung unter die besten Acht. In der Gruppe D hat es das DSV-Team neben Australien mit dem Olympia-Vierten Griechenland (Mittwoch) und Außenseiter China (Freitag) zu tun.

Bundestrainer Stamm noch zurückhaltend

Zwar hat die Mannschaft von Bundestrainer Hagen Stamm in Athen sowohl gegen Australien als auch Griechenland nicht verloren, dennoch gibt sich der ehemalige Weltklasse-Center vorsichtig: "Diese Erfolge müssen wir erstmal bestätigen. Die Spiele werden alles andere als ein Selbstläufer. Realistisch wäre Rang zwei in unserer Vorrundengruppe. Platz eins wäre ein Traum", sagt der Europameister von 1981 und 1989, der als Coach für die Renaissance seiner Sportart verantwortlich ist.

Gegenüber seiner Olympia-Formation muss der 45-Jährige auf den zurückgetretenen Kapitän Patrick Weissinger sowie Jens Pohlmann vom deutschen Serienmeister Spandau Berlin und Tim Wollthan (Uerdingen) verzichten, die beide aus Studiengründen fehlen. "Das sind Spieler, die nicht zu ersetzen sind", sagt Stamm. Dafür kann er inzwischen auf den eingebürgerten Serben Marko Savic (Spandau) zurückgreifen.

In Kanada finden die Wasserballer optimale Bedingungen vor. Alle Spiele finden auf der Ile St. Helene auf einer temporären Anlage unweit des Hauptbeckens statt. Das eigens errichtete Stadion hat Platz für 5 000 Zuschauer. "Die Rahmenbedingungen sind sehr gut", sagt Stamm: "Jetzt müssen wir sehen, dass wir unseren sportlichen Teil leisten. Wir wollen unsere Leistung von Athen bestätigen."

© SID

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