DFB-Junioren gegen Brasilien
Die "Bubis" als Vorbild

Der Nachwuchs des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) soll Klinsmann&Co. zeigen, wie man gegen den Weltmeister auftritt.

dpa TILBURG/NIEDERLANDE. Der Nachwuchs des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) soll Klinsmann & Co. zeigen, wie man gegen den Weltmeister auftritt.

"Wir wollen unserer A-Nationalmannschaft vormachen, wie man gegen Brasilien gewinnt", kündigte Trainer Michael Skibbe vor dem Duell gegen die Südamerikaner bei der U-20-WM in den Niederlanden selbstbewusst an. "Sich mit Brasilien messen zu dürfen, ist ein Karriere-Höhepunkt für jeden Spieler und Trainer", betonte der frühere Assistent von Klinsmann-Vorgänger Rudi Völler.

Einen Tag vor dem Halbfinalspiel der Nationalmannschaft gegen den Rekordweltmeister beim Confederations Cup treffen die deutschen Junioren in Tilburg im WM-Viertelfinale auf den Favoriten aus Brasilien. Nachdem sie das Minimalziel erreicht haben, haben die Deutschen Lust auf mehr. "Wir haben keine Angst und werden das Match gegen Brasilien bestimmt nicht herschenken", meinte Skibbe. Innenverteidiger Marvin Matip vom VfL Bochum ist sogar vom Titel überzeugt: "Wir können Weltmeister werden. Diese Chance hat man vielleicht nur ein Mal im Leben."

Die Euphorie nach dem 3:2-Erfolg im Achtelfinale über China ist inzwischen einer gezielten Konzentration gewichen. Bei Minigolf und einem Grillabend am Baggersee regenerierte der DFB-Tross nach dem bislang Kräfte zehrenden Turnierverlauf. Personalsorgen gibt es keine, auch Stürmer Nicky Adler (1 860 München) nahm nach Leistenproblemen das Training wieder auf.

"Brasilien stellt eine kompakte Mannschaft. Wir müssen unsere Fehler im Defensivbereich abstellen und mutig in der Offensive agieren", forderte Skibbe. "Gegentore können gegen starke Mannschaften nicht immer vermieden werden, aber dann müssen wir eben ein paar Treffer mehr erzielen", sagte der Mönchengladbacher Marcell Jansen.

Im bisherigen Turnierverlauf trat Brasilien zwar solide, aber keineswegs als Übermannschaft auf. Die Südamerikaner, die sich im Achtelfinale mühevoll mit 1:0 gegen Außenseiter Syrien behaupteten, erzielten erst vier Tore, nahmen allerdings auch noch keinen Gegentreffer hin. "Das Spiel gegen Deutschland wird noch schwerer, aber wir sind gerüstet", sagte Brasiliens Trainer Rene Weber, der deutsche Wurzeln hat. Sein Ur-Großvater wanderte einst aus dem Elsass nach Brasilien aus. "In meinem Elternhaus wurde deutsch gesprochen", erzählte der 52-Jährige. "Deutschland hat eine lange Tradition großer Fußballer. Wir wollen aber ins Halbfinale", sagte Weber.

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