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DHB-Damen fordern Holland im Finale

Im Endspiel der Hockey-EM in Dublin stehen sich die deutschen Damen und die Niederlande gegenüber. Im Halbfinale setzte sich die DHB-Auswahl knapp mit 2:1 gegen Spanien durch, die Niederlande schlug England mit 2:0.

Im Finale der 7. Damenhockey-EM kommt es am Samstag (18.30 Uhr Mesz) zu einer Neuauflage des Olympiafinales von Athen 2004. Deutschland und Titelverteidiger Niederlande stehen sich erwartungsgemäß im Endspiel in Dublin gegenüber. Die Mannschaft von Bundestrainer Markus Weise setzte sich im Halbfinale mit 2:1 (1:0) gegen Spanien durch. Anke Kühn (31.) und Fanny Rinne (42.) mit einem Siebenmeter und ihrem siebten Turniertreffer schossen die Tore für den Olympiasieger. Silvia Munoz (52.) konnte für die Spanierinnen nur noch verkürzen. Deutschland hat sich damit wie die Niederlande für die Weltmeisterschaft im September 2006 in Madrid direkt qualifiziert.

"Das Wichtigste ist, dass wir das geschafft haben", freute sich Weise, "die WM-Qualifikation ist fast wichtiger als so in Titel. Ich bin sehr erleichtert." Deutschland steht damit zum dritten Mal nach 1991 und 1999 im EM-Endspiel, konnte aber noch nie gewinnen. Die Niederlande hatten zuvor England 2:0 (1:0) bezwungen.

Weise prophezeit: "Die Tagesform wird entscheiden"

Nach dem Spiel wurde die Rüsselsheimerin Silke Müller für ihr 100. Länderspiel geehrt. Zuvor waren die deutschen Damen in der Schlussphase nach einem eigentlich souveränen Match noch in Schwierigkeiten geraten. "Da hat man gemerkt, dass wir etwas zu verlieren hatten, da müssen wir ruhiger werden", kritisierte der Bundestrainer. Dennoch sieht er dem Duell mit dem Titelverteidiger optimistisch entgegen: "Das ist etwas ganz anderes. Da wird die Tagesform entscheiden", meinte Weise, "außerdem werden wir uns was für Holland einfallen lassen."

"Für mich ist das ein Traumendspiel, die beiden stärksten Teams hier", sagte Hollands Coach Marc Lammers, "Deutschland hat die wichtigsten Leistungsträger von Athen noch dabei, Fanny Rinne ist echte Weltklasse und die Abwehr steht sehr gut." Auch die Niederländer haben noch neun Spielerinnen aus Athen dabei, von einer Revanche wollen sie aber nicht sprechen: "Athen ist abgehakt. Für mich ist das hier ein neues Turnier, das wir gewinnen wollen", sagt Maartje Scheepstra.

Rinnes Siebenmeter bringt die Entscheidung

Wie im abschließenden Vorrundenmatch am Mittwoch gegen England (1:0) brauchte die deutsche Mannschaft rund zehn Minuten, um richtig ins Match zu kommen. So hatten die jungen Spanierinnen, die als WM-Gastgeber automatisch für die Welttitelkämpfe qualifiziert sind, in der achten Minute die erste Torchance. Torfrau Yvonne Frank klärte jedoch gegen Esther Termens. Anschließend übernahm Deutschland aber immer mehr das Spielgeschehen und hatte durch drei Strafecken zwischen der 21. und 23. Minute schon die Chance, in Führung zu gehen. Natascha Keller scheiterte aber zweimal an der spanischen Torfrau Maria Jesus Rosa.

Nach der Führung durch Kühn, die nach der vierten Strafecke mit dem Nachschuss traf, hatten die Damen des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) die Partie sicher im Griff. Alexander Kollmar hatte in der 42. Minute die große Chance zu erhöhen. Anschließend wurde die Münchnerin im Schusskreis gefoult und Rinne verwandelte den fälligen Siebenmeter sicher. Nach dem ersten Gegentor für das DHB-Team im Turnier hatte Nadine Ernsting-Krienke noch zwei Großchancen, den "Sack zuzumachen", scheiterte aber am Pfosten und der Torfrau.

© SID

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