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DHB-Herren treffen im Halbfinale auf Spanien

Bei der Hockey-Europameisterschaft in Leipzig haben die deutschen Herren auch ihr drittes Vorrundenspiel gewonnen. Gegen England siegte die DHB-Auswahl mit 1:0 und triftt am Samstag im Halbfinale auf Spanien.

Mit "weißer Weste" treten die Herren des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) am Samstag vor heimischer Kulisse zum Europameisterschafts-Halbfinale an. Die DHB-Auswahl feierte in Leipzig beim 1:0 (0:0)-Erfolg über England den dritten Sieg im dritten Vorrundenspiel. Matthias Witthaus erzielte in der 68. Minute vor 3 000 Zuschauern den Siegtreffer für die deutsche Auswahl.

"Gott sei Dank hat das noch geklappt"

"Gott sei Dank hat das noch geklappt. Dieser Sieg ist uns am schwersten gefallen. Es ist uns nicht gelungen, die nötige Spannung aufzubauen. Das ärgert mich, auch wenn ich mich freue, das Match entschieden zu haben. Die Spanier im Halbfinale haben wir im Griff. Die haben wir schon in Athen geschlagen", sagte Matchwinner Witthaus im Anschluss.

Die Spanier hatten zuvor auf der schmucken Anlage am Leipziger Völkerschlachtdenkmal das Duell um den ersten Platz in der Gruppe B gegen den zweimaligen Olympiasieger Niederlande mit 1:2 (0:1) verloren. Turnier-Mitfavorit Niederlande bestreitet sein Halbfinale (Samstag, 11.30 Uhr) gegen Belgien, dass sich durch einen 2:1 (1:0)-Sieg über Schottland am letzten Spieltag der Vorrunde noch nach vorn gebracht hatte.

"Wir spielen voll auf Angriff. So wie immer", hatte der Zehlendorfer Florian Keller vor der Partie gegen England angekündigt: "Wir nutzen das Match gegen die Engländer, um uns weiter einzuspielen." Die forsche Ankündigung des in Leipzig bislang glänzend aufgelegten Angriffs-Führers aber blieb zunächst Wunschdenken, weil die DHB-Männer im Gefühl des sicheren Halbfinal-Platzes den letzten Einsatz vermissen ließen.

Peters über lustlose Vorstellung verärgert

Bernhard Peters bot bis auf den Krefelder Timo Weß (der Kapitän wurde nach gerade überstandenem Mittelfußbruch geschont) seine beste Mannschaft auf. Weß wurde von Philipp Crone (Uhlenhorst Hamburg) als Kapitän und in der Abwehr vertreten. Früh schimpfte Peters über die lustlose Vorstellung seiner Truppe und gab den Wechselspielern ungewohnt große Spielanteile.

Die technisch limitierten Engländer vergaben in der 12. Minute durch Ben Havis die große Chance zur Führung. Auf der Gegenseite rettete Englands starker Torwart Nick Brothers gleich zweimal gegen Witthaus (21. und 24.). Spätestens seit diesem Zeitpunkt hatten die EM-Gastgeber ihren Kontrahenten im Griff, schraubten das Schussverhältnis bis zur Pause auf 8:2. Zählbares blieb aber aus, weil Christoph Zeller nach der dritten deutschen Strafecke das Tor nur um Zentimeter verfehlte (33.).

Auch nach dem Wechsel konnten sich die Gastgeber nicht steigern und legten beizeiten den "Rückwärtsgang" ein. Die Partie verflachte. Überraschend scheuten die Engländer, die bei einem eigenen Sieg noch den Einzug in das Halbfinale schaffen konnten, das letzte Risiko.

Grund zur Freude hatten indes die Veranstalter. Die für die EM eingeplanten insgesamt 10 000 Zuschauer sind bereits vor dem Finalwochenende fast erreicht.

"Gut, dass wir jetzt gegen die Deutschen spielen"

Auf die Neuauflage des EM-Finales von Barcelona 2003 (1:1 nach Verlängerung, 5:4 für Deutschland im Siebenmeterschießen) gegen die Spanier blickte Trainer Peters gelassen voraus. "Wenn wir Europameister werden wollen, müssen wir alle schlagen." Die Spanier, die vor 22 Jahren (4:2) letztmals ein EM-Spiel gegen die DHB-Mannschaft gewinnen konnten, demonstrierten Selbstbewusstsein. "Gut, dass wir jetzt gegen die Deutschen spielen. Es würde doch schlecht aussehen, wenn wir Champion werden, ohne die Deutschen geschlagen zu haben", meinte Spanien-Coach Maurits Hendriks.

© SID

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