sonstige Sportarten
DHB verspricht "größte WM aller Zeiten"

Der Deutsche Handball-Bund plant für die WM 2007 mit einem Turnier der Superlative. "Sportlich, wirtschaftlich und gesellschaftlich wollen wir eine erstklassige WM veranstalten", sagte DHB-Präsident Ulrich Strombach.

Ganz Deutschland kann sich offenbar bereits jetzt auf eine tolle Handball-WM 2007 freuen. Knapp 17 Monate vor dem Turnier verspricht der Deutsche Handball-Bund (DHB) eine Weltmeisterschaft der Superlative. "Sportlich, wirtschaftlich und gesellschaftlich wollen wir eine erstklassige WM veranstalten. Manchmal rutscht sogar heraus, dass es die größte WM aller Zeiten werden soll", erklärte DHB-Präsident Ulrich Strombach am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Dortmund und verwies auf das Turniermotto "Celebrate the game": "Wir wollen die WM zelebrieren."

Dass die 20. Welttitelkämpfe (19. Januar bis 4. Februar 2007) die bislang längsten werden, steht schon jetzt fest. Während der 17 Tage gibt es fünf Ruhetage, so viele wie zuvor noch nie bei einer WM. "Jetzt haben wir das, was die Spieler immer wollten. Durch die Pausen können sich die Mannschaften taktisch und mental besser auf die nächsten Aufgaben einstellen", sagte DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier und verspricht sich vom aufgeblähten Spielplan vor allen Dingen eine qualitative Verbesserung der Spiele.

Auch den Profis kommt das Konzept des DHB, auf große Städte und Hallen zu setzen, sehr entgegen. Das Eröffnungsspiel mit deutscher Beteiligung soll am 19. Januar 2007 in Berlin stattfinden, das Finale am 4. Februar in der 19 000 Zuschauer fassenden Kölnarena. "Das sind super Voraussetzungen. Ich bin stolz, dass wir in Deutschland so viele tolle Hallen haben", meinte Nationalspieler Daniel Stephan (TBV Lemgo).

Strombach warnt vor "Gigantismus"

Trotzdem legt Strombach Wert darauf, dass man nicht "in Gigantismus" verfallen werde. "Wir haben die Arenen gezielt ausgewählt. Unsere Gäste sollen sich gut aufgehoben fühlen", ergänzte der Jurist. IHF-Präsident Hassan Mustafa (Ägypten) rechnet derweil fest mit einem Zuschauerrekord im Mutterland des Handballs: "Eine WM in Deutschland bedeutet uns viel. Hier könnte alle sechs bis acht Jahre ein solches Turnier stattfinden", meinte Mustafa.

Die Fans allerdings müssen sich noch gedulden - die ersten Tickets sollen im Oktober 2006 verkauft werden. Bredemeier erhofft sich in den zwölf WM-Hallen eine Auslastung von durchschnittlich 60 Prozent, "bei den deutschen Spielen natürlich mehr", betonte der DHB-"Vize".

IHF mit Vorbereitungsstand zufrieden

Der Weltverband IHF zeigt sich indes mit dem Stand der Vorbereitungen zufrieden, doch die Erwartungen sind groß. "Der DHB steht vor einer großen Aufgabe. Ich hoffe, Deutschland macht die beste WM aller Zeiten möglich", sagte Mustafa. Die IHF plant zudem, in punkto Vermarktung neue Wege zu gehen. Der Vertrag mit Sportrechtehändler Sportfive wurde zum Jahresende nach acht Jahren gekündigt. Zur Vermarktung der WM will der Weltverband eine eigene Gmbh gründen. Allerdings muss dies noch offiziell vom IHF-Rat abgesegnet werden.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%