Die Handballer des THW
Kiels konkurrenzloses Aushängeschild

Nicht nur sportlich überzeugt der THW Kiel, auch für die Landeshauptstadt ist der Handballverein ein wichtiges Aushängeschild. Und in diesem Jahr stehen die Kieler kurz davor, Handball-Geschichte zu schreiben.
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KielDer erste große Saisonerfolg hatte eher was von einem Etappenziel: Ein 32:27-Erfolg gegen den SC Magdeburg, Applaus von den eigenen Fans, ein verhältnismäßig kurzer Jubelkreis – und Training am nächsten Morgen. Dass der THW Kiel am Saisonende zum 17. Mal in seiner Geschichte deutscher Meister sein wird, wurde zwar bejubelt, gleichzeitig aber auch einem höheren Ziel untergeordnet. „Morgen im Training werde ich schon sehen, wer wie gefeiert hat“, drohte der isländische Trainer Alfred Gislason - und meinte das zumindest ein bisschen ernst.

Denn die Norddeutschen können in dieser Spielzeit einen Rekord für die Ewigkeit schaffen, eine Bestmarke, für die der im Sport-Journalismus inflationär und meist auch falsch benutzte Pseudo-Superlativ „aller Zeiten“ endlich einmal Berechtigung hätte: die perfekte Saison. Die Ausgangslage ist gegeben: Der THW steht nach 29 Spieltagen mit 58:0 Punkten als Meister fest und steht zudem im Halbfinale des Pokals und der Champions League – das Triple und eine verlustpunktfreie Liga-Saison sind greifbar.



Dass die Nordlichter seit Jahren eine der besten, vermutlich sogar die beste Handball-Mannschaft der Welt stellen, lässt sich besonders deutlich in Zahlen darstellen: Sieben Meisterschaften in den vergangenen acht Jahren, vier Pokalsiege in den vergangenen fünf Jahren, vier Finalteilnahmen in der Champions League seit 2007, dabei zwei Siege sowie der Titel als Vereinsweltmeister im letzten Jahr.

Die Achse mit dem weltbesten Keeper, dem Franzosen Thierry Omeyer, im Tor, den deutschen Nationalspielern Christian Sprenger und Dominik Klein auf den Außenpositionen und vor allem einem überragenden Rückraum, in dem sich mit Kim Andersson, Filip Jicha, Momir Ilic und Daniel Narcisse gleich vier überragende Shooter drei Plätze teilen, ist mehr als beeindruckend.

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