Die Magie des America’s Cup
Valencias Coup mit dem Cup

Heut zu Tage versuchen Metropolen mit Sportgroßereignissen das Image ihrer Stadt aufzupolieren. America?s Cup Ausrichter Valencia erhofft sich ebenfalls einen Aufschwung durch das Segel-Event.

Als die Römer die Stadt am Mittelmeer 138 Jahre vor Christi Geburt gründeten, nannten sie sie "Valentia": die Schöne, die Kraftvolle. 2145 Jahre später ist Spaniens drittgrößte Stadt mit ihren teilweise heruntergekommenen und zubetonierten Wohnvierteln und einer eigenwillig von der See abgekehrten Lebensweise sicher nicht die schönste auf der iberischen Halbinsel. Aber ihre Kraft, die hat sie wiederentdeckt. Mit Macht, modernster Architektur und der Magie des America?s Cup demonstriert Valencia Tatendrang, will das Stadtimage aufpolieren und touristisch punkten. Die Valencianer sind es leid, die ewige Nummer drei hinter der historischen Hauptstadt Madrid und der schillernden Katalanen-Hochburg Barcelona zu sein.

Ein wichtiger Motor ihres Kraftaktes ist die dynamische Bürgermeisterin Rita Barberá Nolla, Führungsfigur des konservativen und von ihr mitgegründeten Partido Popular, die auf Valencias Weg zur Sport- und Kulturstadt weder den Kampf mit der sozialistischen spanischen Landesregierung noch Investitionen in Milliardenhöhe scheut. "Valencia ist meine Leidenschaft", donnert die erste Dame der Stadt mit ihrer tiefen Stimme zu Gesprächsbeginn oft. Man glaubt ihr aufs Wort. "Wir haben Valencia in den vergangenen 15 Jahren zum Symbol für Prestige, Exzellenz und Qualität gemacht. Die Stadt ist Spitze, ambitioniert, modern, stark, innovativ, international anerkannt und bietet großartige Möglichkeiten und Herausforderungen für die Zukunft."

Dass ihre Worte mehr sind als nur die flammende Rede einer Politikerin, weisen Rita Barberá und ihre Mitstreiter im Tagesgeschäft auch durch aufsehenerregende Projekte nach. Die imposanten neuen Kunst- und Kulturstätten der "Ciudad de las Artes y las Ciencias" aus der Feder des valencianischen Stararchitekten Santiago Calatrava entstanden im Jahr 2001. Der futuristische Vergnügungspark ist ein Ausflugsziel für Schüler, Studenten, Familien und bildungshungrige Touristen. Inspiriert von hellem, mediterranem Licht und dem Meer, nutzte Calatrava bei der Entstehung seiner skulpturartigen Bauwerke vor allem Beton, Stahl, Glas, Keramik sowie die Farben Weiß und Blau. Der Komplex entstand auf einer Fläche von rund 350 000 Quadratmetern im künstlich ausgetrockneten Bett des Flusses Turia und ist eine in Art und Komposition von Kultur, Kunst und Wissenschaft in Europa einzigartige Bildungsstätte. Diese Stadt in der Stadt hat die Metamorphose Valencias optisch und inhaltlich zementiert.

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