Die PGA-Tour ist abhängig von ihrem Besten: Das Handicap mit Tiger Woods

Die PGA-Tour ist abhängig von ihrem Besten
Das Handicap mit Tiger Woods

Der Schlüssel zum Erfolg der PGA-Tour heißt Tiger Woods. Wo der zwölffache Majorsieger antritt, sind Sponsorenzuspruch und Einschaltquoten garantiert. Doch der Superstar des Golfsports lässt sich nicht sagen, wie oft und wo er zu spielen hat. Diese Unberechenbarkeit und die Dominanz des 31-Jährigen sind für den Chef der PGA-Tour ein Dilemma.

HAMBURG. Zum Riviera Country Club hat Tiger Woods ein besonderes Verhältnis. Auf dem 1926 eröffneten Golfplatz, der im Norden von Los Angeles im Santa Monica Canyon liegt und auf dem heute die mit 5,2 Millionen Dollar dotierte "Nissan Open" beginnt, hatte Woods einst seinen ersten Turnierauftritt auf der PGA-Tour. Das war 1992.

Woods war gerade einmal 16 Jahre alt, nicht mehr als ein talentierter Amateur, der nur mit einer Sponsoreneinladung mitspielen durfte. Damals trug er noch eine Brille und eine verbeulte Baseballkappe. Den Cut schaffte Woods nach Runden von 72 und 75 Schlägen zwar nicht, doch dem Turnier in seiner Heimatstadt blieb er auch als Profi treu. Gewonnen hat Woods das Turnier auf dem Riviera allerdings nie.

Deshalb war die Turnierleitung am vergangenen Freitag überrascht, als Woods ohne Grund absagte. Es ist bereits das dritte PGA-Turnier in Folge, das die Nummer eins der Weltrangliste schwänzt. Nach seinem Sieg Ende Januar in San Diego beim "Buick Invitational" entschwand der 31-Jährige nach Dubai, wo er ein Turnier der European Tour spielte und Rang drei belegte. Und nebenher entschloss er sich, in DubaiLand, der größten Freizeitanlage der Emirate, demnächst seinen ersten Golfplatz zu bauen.

Dem Chef der PGA-Tour, Tim Finchem, können die Seitensprünge seines Zugpferds nicht gefallen, bedeckt hält er sich dennoch. Finchem weiß nur zu gut, dass der Schlüssel zum Erfolg Tiger Woods heißt. Das war in der Vergangenheit so und wird auch in Zukunft so sein. Denn wo der zwölffache Majorsieger antritt, sind Sponsorenzuspruch und Einschaltquoten garantiert.

Bleibt er fern, gibt es Probleme. Vergangene Woche musste Finchem bestätigen, dass das "International" in Denver, seit 21 Jahren fester Bestandteil des PGA-Turnierkalenders, bereits in dieser Saison gestrichen wird, weil sich kein Hauptsponsor fand. Tiger Woods hatte dieses Turnier seit seinem Wechsel ins Profilager nur zwei Mal gespielt. "Der Markt hat sich verändert", begründete Turnierdirektor Jack Vickers das Aus. "Wir haben dieser Tage einen absolut herausragenden Spieler in Person von Tiger Woods. Wenn er antritt, sind die TV-Quoten großartig. Fehlt er, sind sie nicht gerade besonders."

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