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Die Scheichs und Ferrari: „Wir lieben rot“

Die Formel 1, die erst zum dritten Mal einen WM-Lauf in einem arabischen Land ausfährt, spielt bei der Entwicklung Bahrains eine große Rolle. Die Wüste lebt.

dpa SAKHIR/BAHRAIN. Die Formel 1, die erst zum dritten Mal einen WM-Lauf in einem arabischen Land ausfährt, spielt bei der Entwicklung Bahrains eine große Rolle. Die Wüste lebt.

Während Ferrari an der Stätte des alten Erfolges - 2004 gewann Michael Schumacher vor seinem brasilianischen Teamkollegen Rubens Barrichello - die sportliche Wiedergeburt herbeisehnt, "erlebt Bahrain bereits eine große Renaissance", meint Peter Panayiotou von der Investmentbank Gulf Finance House.

So setzt das seit 1971 von Großbritannien unabhängige Königreich weiter auf die Synergieeffekte der Königsklasse des Motorsports, die 1958 in Marokko zum ersten Mal in einem arabischen Land Station gemacht hatte. "Wir wollen nicht nur den Kurs, sondern auch die gesamte Region weiter nach vorn puschen", sagt Martin Whitaker, Manager der Rennstrecke des Emirats, das mit 710 Quadratkilometern kleiner als Hamburg ist.

Eine gute halbe Stunde Autofahrt entfernt von der 200 000 Einwohner zählenden Hauptstadt Manama liegt der von Hermann Tilke entworfene Parcours. Inmitten einer Dünenlandschaft, umgeben von Sand, der Fahrern und Autos das Leben schwer macht. In Sakhir, nahe der Universität, wo die arabischen Akademiker der Zukunft ihre Köpfe rauchen lassen, heulen einmal im Jahr die Motoren der Formel-1- Boliden auf dem 5,417 Km langen und rund 123 Mill. Euro teuren Kurs auf. 2004 war Premiere.

Die gut betuchten Scheichs haben eine Vorliebe für schnelle Autos, obwohl auf den Straßen Geschwindigkeitsbegrenzungen herrschen. Doch vor allem die Marke aus Maranello hat es ihnen angetan. "Ferrari ist in der Region bereits durch seine Straßenautos sehr bekannt. Zudem haben die Menschen einen Hang zum Erfolg", sagt Hameed Halwani, PR- Manager des Bahrain International Circuit. Und Ferrari sei in den vergangenen Jahren mit Michael Schumacher nun einmal Sinnbild des Erfolges gewesen. "Wir haben insgesamt eine Affinität zu den Italienern. Und wir lieben die Farbe Rot", meint Halwani.

Bahrain wurde bereits mehrmals als liberalstes Land der Region ausgezeichnet, die Premiere des Grand Prix im vergangenen Jahr vom Autombil-Weltverband FIA prämiert. Das deutsch-britische BMW - Williams-Team stellte seine Fahrer-Crew anfang des Jahres als erster Rennstall überhaupt in der Region vor. "Bahrain ist nun als das Zuhause des Motorsports im gesamten Nahen Osten bekannt", sagt Strecken-Manager Whitaker stolz.

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