Die Tour-Splitter am 19. Juli
Von Bestmarken und Blessuren

Floyd Landis knackte dabei den Rekord auf dem Anstieg nach L´Alpe d´Huez mit 38:35 Minuten – die Tour-Splitter am 19. Juli.

Bestmarken: Beim Anstieg nach L´Alpe d´Huez hat Floyd Landis einen Eintrag in die Tour-Rekordlisten geschafft. Den berüchtigten 13,8-km-Schlussanstieg bewältigte der Phonak-Kapitän in 38:35 Minuten um eine Sekunde schneller als Andreas Klöden vom T-Mobile Team und fuhr damit die fünftbeste jemals erzielte Zeit. L´Alpe-d´Huez-Rekordler ist der 2004 gestorbene Italiener Marco Pantani, für den 1997 37:35 Minuten gestoppt wurden. Schon 1994 war er in 38:00 Minuten die 21 Serpentinien hinaufgestürmt, vier Sekunden länger hatte er 1995 benötigt. Pantanis Serie unterbrach Lance Armstrong 2001 mit 38:01 Minuten.

Blessuren: Leicht gehandicapt waren am Mittwoch Sebastian Lang vom Team Gerolsteiner und Milram-Profi Ralf Grabsch ins Rennen gegangen. Grabsch laborierte an den Folgen eines Sturzes vom Vortag, Lang machte Nasenbluten zu schaffen.

RÜCkzug: Der siebenmalige Tour-Sieger Lance Armstrong hat am Dienstagabend seine in Frankreich mit Empörung aufgenommene Äußerung über Frankreichs Fußball-Nationalelf ("Arschlöcher") relativiert. Der Texaner bezeichnete die Sache als einen Scherz und versicherte in L´Alpe d´Huez, "Frankreich, die Franzosen und die Kultur des Landes zu mögen". Armstrong stattet derzeit der Tour einen Besuch ab, unterwegs ist er dabei auch im Begleitwagen seines ehemaligen Discovery-Teams.

Schwund: Seit Mittwoch sind nur noch 25 Nationen bei der Tour de France vertreten. Zu den Aussteigern des Tages gehörte Milram-Profi Maxim Iglinskij, der als einziger Kasache auf der "Großen Schleife" unterwegs war.

Zweispurig: Als Mitglied des luxemburgischen Fahrradklubs ACC Contern "outete" sich CSC-Chef Bjarne Riis nach dem Triumph seines Fahrers Frank Schleck in L´Alpe d´Huez. Schleck hatte als erster Luxemburger die berühmte Bergankunft gewonnen und den Sieg auch seinem Heimatklub Contern gewidmet.

Comeback: Der auf der 3. Tour-Etappe am 4. Juli schwer gestürzte Spanier Alejandro Valverde hat nur knapp zwei Wochen nach seiner Operation wegen eines Schlüsselbeinbruchs wieder mit dem Training auf der Straße begonnen. Der als Tour-Favorit angetretene Vize-Weltmeister von 2003 will möglicherweise schon bei der Burgos-Rundfahrt ab 6. August ins Renngeschehen zurückkehren.

Perspektiven: Noch während der Tour haben der Schweizer Alexandre Moos (33) und Sandy Casar (27) aus Frankreich die Weichen für die Zukunft gestellt. Jeweils um zwei Jahre verlängerten Moos beim Schweizer Phonak-Team und Casar beim französischen Rennstall Francaise des Jeux ihre Verträge.

Nixen: Besonders beliebt in der vor dem Tour-Tross fahrenden Werbe-Karawane war bei der Hitzeschlacht in den Alpen der Wagen des Sponsors "Aquarel". Von dem Gefährt versprühten "Wasser-Nixen" Nieselregen unter die Zuschauer. Alle paar Kilometer stellten sich die Damen dann selbst unter diese Dusche.

Konsequenz: Auf eine Protour-Lizenz für die kommende Saison und damit auf die Teilnahme an der Tour de France hofft der zweitklassige belgische Unibet-Rennstall. Um dieses Ziel nicht zu gefährden gab Teamdirektor Terry Koen die Trennung von Klassiker-Spezialist Frank Vandenbroucke bekannt. Der Belgier war in den vergangenen Jahren immer wieder in die Dopingschlagzeilen geraten.

Treue: Sein "Zehnjähriges" feiert T-Mobile-Betreuer John Boel in diesem Jahr beim T-Mobile Team. Der 1996 von Bjarne Riis zu dem Bonner Rennstall geholte Däne arbeitet als Akupunkteur und ist in dieser Funktion zum fünften Mal in Folge bei der Tour.

Ausdauer: Ein Jubiläum hat der frühere ZDF-Reporter Klaus Angermann im kommenden Jahr bei der Tour im Visier. Dann will der heute 68-Jährige zum 25. Mal in L´Alpe d´Huez vor Ort sein. Von den bisherigen Bergankünften in dem bekannten Skiresort hat er erst eine verpasst.

© SID

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