Die Tour-Splitter am 6. Juli
Hollands Radsport-Fans feiern deutsches WM-Aus

Auch nach seinem Rücktritt bleibt der siebenmalige Champion Lance Armstrong offenbar weiterhin im Bann der "Großen Schleife" – die Tour-Splitter des Tages.

Den siebenmaligen Tour-Sieger Lance Armstrong lässt die "Große Schleife" auch ein Jahr nach seinem Rücktritt nicht los. Täglich erkundet sich der Texaner per Telefon bei seinem ehemaligen Teamchef Johan Bruyneel über den Stand der Dinge im US-Rennstall Discovery Channel. Nach dem Rennverlauf braucht er nicht zu fragen, der US-Star verfolgt alle Etappen live im Fernsehen.

Einen Tag nach Matthias Kesslers Etappentriumph bei der Tour de France hatte T-Mobile-Teamleiter Valerio Piva privat Grund zu feiern. Der Italiener wurde am Mittwoch 48 Jahre alt. Geburtstag feierten am gleichen Tag auch der belgische Jungprofi Philippe Gilbert (24) von Francaise des Jeux und der Schweizer Patrik Calzagni (29) von Liquigas.

Hollands Radsport-Fans feiern deutsches WM-Aus

Ungeachtet des Tour-Erfolges von Matthias Kessler in Valkenburg waren sich Hollands Radsport- und Fußball-Fans am Mittwochabend vor den Großleinwänden in den Kneipen einig. Das Ausscheiden des "Erzrivalen" Deutschland im Halbfinale der Fußball-WM gegen Italien musste gefeiert werden. "Schade Deutschland, alles ist vorbei!," schallte es analog zu den spöttischen "Schlachtgesängen" der Deutschen nach Hollands-Achtelfinal-K.o. vergangene Woche in den Gaststätten des Königsreichs.

Noch während der Anfangsphase der Tour de France hat der Schweizer Phonak-Rennstall den Vertrag mit dem Niederländer Koos Moerenhout verlängert. Der 101. im Gesamtklassement unterschrieb bis 2008. Das Milram-Team von Kapitän Erik Zabel kündigte inzwischen Interesse an einer Verpflichtung des Australiers Brett Lancaster an, der momentan noch beim italienischen Ceramica-Team in der "2. Liga" fährt.

Bilder zum Thema Tour de France sollten Schüler der Etappenstadt St. Quentin malen. Meist waren Rennmotive und Fahrerporträts gefragt, doch auch das Thema Doping schloss der durchaus kritische Nachwuchs nicht aus.

Comunidad Valenciana will weitermachen

Der bei der Tour de France wegen der Verwicklung in den spanischen Dopingskandal ausgeschlossene Rennstall Comunidad Valenciana will trotz des angekündigten Ausstiegs seines Hauptsponsors die Saison weiterbestreiten. Das spanische Team ist seit Mittwoch bei der Trofeo Agostinho in Portugal am Start. Hinsichtlich der Dopingbeschuldigungen hat die Teamleitung Verleumdungsklagen en masse angekündigt.

Die Jury greift in diesem Jahr besonders streng durch. Vor allem längeres Windschattenfahren hinter einem Auto wird konsequent geahndet. Allein auf der vierten Etappe wurden dafür 800 Schweizer Franken abkassiert.

Die Nacht nach dem 1:0 Frankreichs über Portugal im Halbfinale der Fußball-WM wurde im ganzen Land zum Tag gemacht. Auch um die Tour-Quartiere war an Schlaf wenig zu denken. Autokorsos machten bis zum Morgengrauen hupend die Runde.

Jan Ullrich ließ auf seiner Website wissen, er habe Tränen in den Augen gehabt, als ihm Matze Kessler seinen Etappensieg in Valkenburg widmete. Über Telefon und SMS stehe er täglich mit dem T-Mobile-Tourteam in Verbindung: "So erfahre ich immer, wie es ihnen geht."Über einen möglichen DNA-Test erfuhr man nichts.

Nach der brütenden Hitze der Vortage wurde das Peloton am Donnerstag auf der Fahrt durch die Normandie mehrmals von "kalten Duschen"überrascht. Das war so manchem wieder auch nicht recht.

© SID

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