Die Tour-Splitter vom 16. Juli
Voigt mit roter Startnummer

Der Sport-Informations-Dienst (sid) hat die Tour-Splitter vom Sonntag zusammengestellt. Spanien erlebt bei der diesjährigen Tour einen Fahrerschwund, denn die meisten der bereits ausgestiegenen Profis sind Iberer.

Der Sport-Informations-Dienst (sid) hat die Tour-Splitter vom Sonntag zusammengestellt.

Ausgezeichnet: Als zweiter deutscher Radprofi durfte am Sonntag der Berliner Jens Voigt bei der 53. Tour de France mit einer roten Startnummer auf die Reise gehen. Der CSC-Fahrer hatte sich die Ehre als kämpferischster Fahrer bei seinem Etappensieg am Samstag in Montelimar verdient. Vor Voigt hatte bereits der Bonner Christian Knees die rote Nummer nach seiner Offensive auf der neunten Etappe von Bordeaux nach Dax erhalten.

Gelbflut: Das Gelbe Trikot wechselt derzeit auf Rekordkurs den Träger. Schon sieben verschiedene Fahrer trugen nach erst 13 Etappen der Tour die Trophäe des Spitzenreiters in der Gesamtwertung. Nur zweimal in der 106-jährigen Tour-Geschichte gab es mehr Gelbträger. 1958 und 1987 holten sich jeweils acht Fahrer das begehrte Jersey.

Historie: Beim Ausreißersieg von Jens Voigt in Montelimar hat die Fluchtgruppe mit 29:57 Minuten Vorsprung vor dem Hauptfeld ein Stück Tour-Geschichte geschrieben. Der Vorsprung war der zweitgrößte der Nachkriegszeit nach dem 15. Juli 2001, als eine 14-köpfige Gruppe 35:54 Minuten vor dem Peloton fuhr und am Ende nach 222,5km der Niederländer Erik Dekker in Pontarlier gewann. Als Soloflüchtling kam 1976 der Spanier Jose Luis Viejo 22:50 Minuten vor dem Hauptfeld in Manosque an.

Festtag: Der frühere Giro-Sieger Stefano Garzelli hatte am Sonntag Grund zum Feiern. Der Liquigas-Profi, im Frühjahr Sieger am Henninger Turm, wurde am 16. Juli 33 Jahre alt. Seinen 28. Geburtstag beging bereits am Samstag Stephan Schreck vom T-Mobile Team. Der Erfurter sollte ursprünglich einer der Ersatzfahrer für die wegen Dopingverdachts suspendierten Jan Ullrich und Oscar Sevilla sein.

Tortour: Die Gluthitze im Süden Frankreichs machte am Wochenende nicht nur den an Knieblessuren laborierenden Österreichern Georg Totschnig und Peter Wrolich vom Team Gerolsteiner zu schaffen. Opfer aggressiver Insekten wurden Lorient-Etappensieger Sylvain Calzati (Ag2r) sowie seine ebenfalls gestochenen französischen Landsleute Nicolas Portal (Balears) und Arnaud Coyot (Cofidis).

Schwund: Vor der Schlusswoche hat Spaniens Fahrer-Kontingent die höchste Ausfallquote zu beklagen. Von 35 am 1. Juli beim Prolog gestarteten Iberern gingen am Sonntag noch 30 auf die erste Alpenetappe. Gastgeber Frankreich, mit ursprünglich 38 Fahrern stärkste Fraktion vor Spanien und Italien (24), verzeichnet drei Ausfälle. Während vier Italiener ausstiegen, sind alle 14 gestarteten Deutschen noch im Rennen.

Legende: Er sah sie alle. Schon 1951 war Jacques Augendre dabei, als der Schweizer Hugo Koblet die Tour gewann. "Als Redakteur bei L´Equipe erlebte ich meine schönsten Stunden bei der Tour", sagt der Franzose, der die "Große Schleife" 56-mal begleitete und damit einen Rekord hält. Der 81-Jährige hat insgesamt gesehen drei Jahre seines Lebens bei der Tour verbracht. Augendre lässt die Kollegen von seiner Erfahrung profitieren, er führt die Statistik-Fibel mit allen wichtigen Tour-Daten.

© SID

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