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Die Tour spricht "American English"

Lance Armstrong hat einen regelrechten Boom an US-amerikanischen Fahrern bei der Tour de France ausgelöst, der auch nach seinem Rücktritt anhalten wird. Der Prolog-Sieg von David Zabriskie war der beste Beweis

Auch wenn sich der große US-Star Lance Armstrong auf Abschiedstournee durch Frankreich befindet, werden sich die Stars and Stripes nicht mit von der Tour de France verabschieden. Denn die Frankreich-Rundfahrt ist nicht nur wegen des sechsmaligen Triumphators fest in US-Hand. Was vor zehn Jahren noch undenkbar war, ist heute Realität: Die Tour spricht "American English".

Dabei liegen die ersten Erfolge der US-Fahrer auf der Großen Schleife schon 20 Jahre zurück. Am 20. Juli 1985 gewann Greg Lemond als erster Amerikaner eine Touretappe, ein Jahr später holte er den ersten seiner drei Gesamtsiege. Doch schon Anfang der 90er Jahre war das US-Intermezzo wieder beendet. "Damals hatten wir die erste US-Hochphase bei der Tour, aber danach kam ein längeres Tief", sagt Armstrong, mit dessen Comeback nach überstandener Krebserkrankung vor sechs Jahren eine neue Ära begann.

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Inzwischen ist der Kapitän des Discovery-Teams längst nicht mehr der einzige US-Fahrer, der bei der Tour für Furore sorgt. Vor zwei Jahren gewann sein früherer Teamkollege Tyler Hamilton als überhaupt erst sechster Amerikaner eine Etappe. Am vergangenen Samstag holte David Zabriskie nicht nur den Sieg im Auftakt-Zeitfahren, sondern als dritter US-Boy nach Lemond und Armstrong auch das Gelbe Trikot. "Die jüngste Generation von US-Radprofis hat ein paar starke Jungs hervorgebracht", erklärt der sechsmalige Toursieger: "Sie haben das Zeug, in den nächsten Jahren große Erfolge zu feiern."

Dass Radsport in den Staaten überhaupt wahrgenommen wird, ist Armstrong zu verdanken. Mit seinen Erfolgen verhalf der 33-Jährige seiner Sportart zu einem immensen Schub. "Seit es Lance gibt, hat Radsport in den USA einen neuen Stellenwert bekommen", sagt Verbandssprecher Andy Lee (USA Cycling). Im Zuge des gewachsenen Interesses ist auch die Zahl der Radprofis in den USA deutlich gestiegen. "Aber es hat sich nicht nur die Zahl, sondern auch die Qualität der Fahrer erhöht", erklärt Lee: "Mittlerweile gewinnen auch andere Amerikaner wichtige Rennen."

Nach Armstrong wird vor allem seinem letztjährigen "Edelhelfer" Floyd Landis eine gute Platzierung im Gesamtklassement der Tour zugetraut. Der 29-Jährige, der in diesem Jahr für den Schweizer Phonak-Rennstall fährt, ist für seinen ehemaligen Kapitän und Mentor sogar ein potenzieller Podiumskandidat.

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