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Die WM ist Zabels Trostpflaster

Nach der Nicht-Nominierung für die Tour de France will sich Erik Zabel ganz auf die WM in Madrid konzentrieren. Als Vorbereitung liebäugelt der T-Mobile-Sprinter mit der Österreich-Rundfahrt und der Sachsen-Tour.

Ein paar Tage hat Erik Zabel gebraucht, um wieder positiv in die Zukunft zu schauen, doch jetzt hat der Sprintstar wieder klare Ziele vor Augen. Zabel hat seinen Frust über die Ausbootung für die Tour de France überwunden und eine neue Herausforderung gefunden. Drei Tage nach der Nachricht vom Tour-Aus hat der erfolgreichste deutsche Etappensieger des vergangenen Jahrzehnts die Weltmeisterschaften Ende September in Madrid als neuen Saison-Höhepunkt ins Auge gefasst.

Allerdings gibt der seit Mittwoch bei der Asturien-Rundfahrt in Spanien engagierte Viz-Weltmeister zu, dass ihm die Entscheidung der T-Mobile-Teamleitung, in zwei Wochen ohne ihn zur Tour de France zu fahren, doch zu schaffen gemacht habe. "In den ersten zwei, drei Tagen musste ich mich zum ersten Mal in meiner Laufbahn schon überwinden, früh aufs Fahrrad zu steigen. Ich bin ja schon im Vorfieber auf die Tour gewesen. Da die Emotionen runterzuschrauben, ist schon schwer gewesen. Ich musste mich erst einmal wieder zurechtfinden und nach neuen sportlichen Herausforderungen suchen. Aber jetzt ist es wieder gut", sagte Zabel der Frankfurter Allgemeine Sonntagzeitung.

Zabel liegen mehrere Angebote vor

Die neue Herausforderung ist nun die WM. Offen ist, was Zabel während der Tour macht, bei der in den vergangenen zehn Jahren zwölf Etappen und sechsmal das Grüne Trikot gewann. "Da gibt es ja nicht so viele Gelegenheiten, nur die Österreich-Rundfahrt und die Sachsen-Tour", sagte der frühere deutsche Meister, der mit dem T-Mobile-Team auch noch in Verhandlungen über einen Vertrag steht. Angebote andere Rennställe, darunter vom Team Gerolsteiner, liegen dem 35-Jährigen aus Unna nach eigenem Bekunden ebenfalls vor.

Sportlich meldete sich Zabel am Wochenende in Asturien mit einem vierten Platz zurück. Beim Spurterfolg des Spaniers Andoni Arranga Azkune im Finale der zweiten Etappe in Aviles verpasste der gebürtige Berliner seinen zweiten Saisonsieg nur knapp.

© Sport-Informations-Dienst, Neuss

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