Die Zeitfahr-Maschinen von Ullrich und Armstrong kosten bis zu 25 000 Euro
Krebsdiagnose am Hinterrad

Jan Ullrich und Lance Armstrong treten beim Zeitfahren am Samstag mit dem Besten vom Besten an. Der Texaner setzt zusätztlich auf eine besondere Form der Symbolik. Er hat das Datum seiner Krebs-Diagnose am Hinterrad eingravieren lassen.

HB MANNHEIM. Jan Ullrich und Lance Armstrong vertrauen beim 19 Kilometer langen Einzelzeitfahren zum Auftakt der 92. Tour de France am Samstag in Fromentine auf speziell auf sie zugeschnittene Zeitfahr-Maschinen.

Ullrichs Carbon-Rad vom taiwanesischen Mannschafts-Ausrüster "Giant" wird bis auf die Vordergabel in einem Stück geschnitten und verhalf ihm schon zu seinem Zeitfahr-Sieg zum Auftakt der Tour de Suisse. Angeblich kostet das unter acht Kilogramm leichte Gefährt - vor allem unter Berücksichtigung der hohen Entwicklungskosten - rund 25 000 Euro. Bisher war Ullrich trotz anderer Etikettierung bei der Tour immer mit einem Rad der Berliner Spezialschmiede FES gefahren.

Armstrong fährt natürlich auch das Beste vom Besten, setzt aber besonders auf Symbolik. Das Hinterrad wurde von dem New Yorker Grafiker Lenny Futura reichlich mit gelben Ornamenten verziert. Das eingravierte Datum "2. 10." erinnert an das Jahr 1996, als Armstrong die Hodenkrebs-Diagnose gestellt bekam. Die Zahl sieben ist ein Verweis auf den von ihm angestrebten siebten Tour-Sieg in Serie.

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