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Dietzsch glückliche Verliererin in Monaco

Trotz ihres zweiten Platzes beim Weltfinale der Leichtathleten in Monaco kann Diskuswerferin Franka Dietzsch zufrieden sein. Dietzsch kassierte ebenso wie Tim Lobinger und Steffi Nerius 20 000 Euro Preisgeld.

Am Ende hat es nicht für einen Sieg gereicht, dennoch kann Franka Dietzsch mit dem zweiten Platz beim Weltfinale der Leichtathleten in Monaco zufrieden sein. 20 000 Dollar waren am letzten großen Zahltag der Saison ein gutes Trostpflaster für die 37 Jahre alte Neubrandenburgerin, die im Diskusring mit 61,9m nur Russlands Olympiasiegerin Natalja Sadowa (63,40m) unterlag. Die gleiche Summe hatten am ersten Finaltag als Zweite auch die Olympiazweite Steffi Nerius (Leverkusen) mit guten 66,35m im Speerwurf und Stabhochspringer Tim Lobinger (Köln/5,70m) kassiert.

Elf Deutsche verdienten zusammen 104 000 Dollar aus dem mit drei Mill. gefüllten Preisgeld-Topf des Weltverbandes Iaaf, der das Finale für die kommenden drei Jahre nach Stuttgart vergeben hat. "Da wir 2006 keine WM und kein Olympia haben, wird das Weltfinale im Gottlieb-Daimler-Stadion sicher ein Saisonhöhepunkt. Dort werden Profis in der Vermarktung dafür sorgen, dass es ganz andere Zuschauerzahlen als in Monte Carlo geben wird", sagt Iaaf-Vizepräsident Helmut Digel voraus.

Am Sitz des Weltverbandes wollten an beiden Tagen zusammen keine 10 000 Zuschauer den letzten Höhepunkt der Saison sehen. Dabei gab es herausragende Leistungen, auch wenn es die Russin Jelena Isinbajewa nach dem Siegsprung über 4,72m zum dritten Mal in Serie verpasste, mit 5,02m den 19. Weltrekord ihrer Karriere und den neunten der Saison aufzustellen. Und auch ungeachtet der Tatsache, dass es unter den Helsinki-Siegern viele müde Weltmeister gab.

Pitkämäki sorgt für Glanzlicht

Für Glanz sorgten vor den Augen von Fürst Albert am Schlusstag vor allem der finnische WM-Vierte Tero Pitkämäki mit 91,33m beim Speerwurf-Triumph über Norwegens Olympiasieger Andreas Thorkildsen (89,60) und der amerikanische Weltmeister Adam Nelson mit 21,92m im Kugelstoßen. Am Tag zuvor hatte der WM-Vierte Tyson Gay trotz 1,5m Gegenwind über 200m in 19,96 Sekunden aufgetrumpft und dabei den leicht angeschlagenen Doppel-Weltmeister Justin Gatlin (beide USA/20,25) auf Rang vier verwiesen.

Bartels wird Vierter im Kugelstoßen

10 000 Dollar gab es am Samstag für den WM-Dritten Ralf Bartels (ebenfalls Neubrandenburg) für Rang vier im Kugelstoßen mit 20,42m, 8 000 für Europacupsieger Mark Frank (Rostock) bei Rang fünf mit 81,81m im Speerwurf. Nur achte Ränge und jeweils 2 000 Dollar blieben über 100m Hürden trotz respektabler 12,84 Sekunden für die WM-Vierte Kirsten Bolm (Mannheim) und den Leverkusener Weitspringer Nils Winter, der noch ganz kurzfristig ins Startfeld gerückt war und trotz starken Rückenwindes lediglich auf 7,37m kam.

© SID

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