Dirk Nowitzki im Interview
„Die letzten paar Jahre habe ich viel Geld auf der Straße gelassen“

Dirk Nowitzki ist der beste deutsche Basketballer der Geschichte, doch jetzt wird er zum Olympia-Fan. In zwei Jahren soll Schluss mit Basketball sein. Doch eine Hintertür lässt sich der Superstar im Interview offen.

Zeulenroda-Triebes Auch ohne Olympia-Teilnahme erlebt Dirk Nowitzki einen vollgepackten Sommer. Im Interview der Deutschen Presse-Agentur spricht der Basketball-Superstar über seine Vertragsverlängerung bei den Dallas Mavericks, den überraschenden Gehaltsbonus und warum ihn bei den Sommerspielen in Rio auch Bahnrad oder Fechten begeistern.

Herr Nowitzki, Sie waren diesen Sommer erst zwei Wochen mit der Familie in der Karibik, dann beim Benefiz-Baseball in Dallas, zwischendurch bei der EM in Frankreich - jetzt stehen Sponsorentermine und am Mittwoch ein Charity-Fußballspiel für Michael Schumacher in Mainz an. Ist ein Sommer ohne Nationalteam von den Reisen etwa doch stressiger?

Jetzt waren wir auch noch in Schweden, die Familie meiner Frau abklappern, es ist immer viel los. Wir haben viel Familie weltweit und die wollen wir natürlich alle sehen. Das war eine schöne Zeit, ich habe viel Zeit mit den Kids verbracht. Im August fange ich dann aber schon wieder mit dem Training an. Ich freue mich schon wieder drauf, mit dem Holger (Geschwindner, Anm.d.Red.) zu arbeiten und dann geht es im September wieder rüber in die USA.

Zu den Dallas Mavericks, wo Sie gerade einen neuen Zweijahresvertrag unterschrieben haben.

Ich wollte schon immer meine Karriere in Dallas beenden. Einzig wenn wir 2011 nicht die Meisterschaft gewonnen hätte, wäre es eine Möglichkeit gewesen, woanders hinzugehen. Ich gehe davon aus, dass nach den zwei Jahren schon Schluss ist, aber man muss einfach sehen, wie die zwei Jahre so laufen, wie der Körper mitspielt.

Sie betonen immer, dass Sie nichts auf persönliche Rekorde geben. Aber welche Bedeutung hätte es, dass Sie nach Kobe Bryant übernächste Saison erst der zweite NBA-Spieler wären, der 20 Jahre nur bei einem Verein gespielt hat?

Tim Duncan hat ja gerade aufgehört, er war bei 19 Saisons. (lacht) 20 Jahre in dem Business mit 82 regulären Saisonspielen – da hatte ich schon Glück, dass alles so mitgespielt hat. Ich freue mich, dass ich meine Karriere nur bei einem Verein gespielt habe, das ist etwas ganz, ganz Tolles.

Sie haben bei Ihren Vertragsverlängerungen immer wieder auf viel Geld verzichtet. Nun soll Mark Cuban, Besitzer der Mavs, sogar von sich aus noch zehn Millionen Dollar auf das bereits ausgehandelte Gehalt gepackt haben?

Das freut mich natürlich. Die letzten paar Jahre habe ich viel Geld auf der Straße gelassen, um eine gute Mannschaft zu haben, eine Meisterschaft zu holen. Dafür haben sie mich jetzt etwas belohnt, das freut mich natürlich, dass der Mark so loyal zu mir ist.

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„Die kleineren Sachen bringen den Spaß“

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