Discovery Channel jetzt auch in Gesamtwertung vorne
Rabenschwarzer Tag für Magenta

Normalerweise heißt es: Aller guten Dinge sind drei. Doch das Team T-Mobile hat es am Mittwoch gleich dreifach bitter erwischt.

REVEL. Diese 17. Etappe von Pau nach Revel wird den Verantwortlichen bei T-Mobile sicherlich lange in Erinnerung bleiben - allerdings unangenehm. Kurz vor dem Start war die Stimmung noch bestens. Andreas Klöden konnte nach seinem Sturz am Dienstag wieder auf den Sattel steigen, ein speziell angefertigter Tapeverband sollte sein gebrochenes Kahnbein stabilisieren und die weitere Teilnahme ermöglichen. Doch bereits nach 16 Kilometern musste der frühere deutsche Meister und Edelhelfer Jan Ullrichs aufgeben und die Tour auf dem elften Platz des Gesamtklassements vorzeitig beenden. „Ich habe es versucht, aber die Schmerzen waren zu groß“, sagte der in Merdingen lebende Sachse. Klödens Teamkollege Matthias Kessler, der in den gleichen Sturz verwickelte war, konnte die Tour dagegen fortsetzen. Der 26-Jährige hatte eine leichte Gehirnerschütterung und eine Stauchung der Halswirbelsäule erlitten.

Etwa zur gleichen Zeit verkündete der künftige Team-Manager Olaf Ludwig gegenüber den Medien, dass Alexander Winokurow seinen zum Jahresende auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird. Der Kasache begründet den geplanten Ausstieg mit seiner Stellung in der Team-Hierarchie: Solange Jan Ullrich Kapitän bei T-Mobile ist, wird Winokurow immer die Nummer Zwei bleiben und keine Gelegenheit haben, eigene Erfolge einzufahren. In welchem Team er künftig selbst die Kapitänsrolle übernehmen wird, blieb offen.

Der dritte Schlag erfolgte dann bei Kilometer 40. Einer Gruppe von 18 Fahrern gelang es, sich vom Hauptfeld abzusetzen und den Vorsprung im Verlauf der Etappe auf sagenhafte 22 Minuten auszubauen. Da sich unter den Fahrern mit Rubiera und Savoldelli zwei Vertreter von Discovery Channel befanden, mit Oscar Sevilla aber nur ein T-Mobile-Fahrer an der Spitze vertreten war, gelang es dem US-amerikanischen Team am Ende mit 37 Sekunden Vorsprung T-Mobile vom ersten Rang der Teamwertung zu verdrängen.

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