sonstige Sportarten
DLV nach Medaillenflut in Erfurt optimistisch

Aufgrund der überragenden Leistungen bei den U23-Europameisterschaften in Erfurt blickt der Deutsche Leichtathletik-Verband optimistisch in die Zukunft. "Die Richtung stimmt", bilanzierte Cheftrainer Jürgen Mallow.

Die deutschen Nachwuchs-Leichtathleten haben dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) bei den U23-Europameisterschaften in Erfurt ein Rekordergebnis vom 26 Medaillen beschert und die Verantwortlichen optimistisch gestimmt. "Die Richtung stimmt. Es wird konzentriert gearbeitet und gut gekämpft. Erfurt zeigt den Aufwärtstrend in unserer Leichtathletik", bilanzierte der Leitende Cheftrainer Jürgen Mallow, nachdem es neben viermal Gold 14 Mal Silber und achtmal Bronze gab. Vor sechs Jahren hatte es für die Junioren 25 DLV-Medaillen gegeben, aber nur 2003 (3) weniger Gold.

Deutsche Werfer in guter Verfassung

Alle Siege gingen auf das Konto der Werfer. Zuletzt war Sabine Rumpf (Selters/Hessen) mit dem Diskus vorn, verpasste mit 60,75m aber die WM-Norm (62,00m) für Helsinki (6.-14. August). Als Erster gesiegt hatte ihr Diskuskollege Robert Harting (OSC Berlin) mit 64,50m. Es folgten zwei Doppeltriumphe: Erst lag Favoritin Petra Lammert (Stuttgart) mit 18,97m im Kugelstoßen vor der Offenburgerin Christina Schwanitz (18,64). Dann gewann Annika Suthe trotz Ellbogen-Entzündung mit 57,72m den Speerwurf knapp vor ihrer Leverkusener Vereinskollegin Katharina Molitor (57,01).

Hammerwurf-Favoritin Betty Heidler (Frankfurt/69,64m) wurde dagegen "nur" Zweite. Silber gab es bei den Juniorinnen ansonsten für Lilli Schwarzkopf (Paderborn) mit 6 196 Punkten im Siebenkampf, Tina Klein (Sindelfingen) bei knapp verpasster WM-Norm in 12,97 Sekunden über 100m Hürden und die 4x100-m-Staffel sowie Stabhochspringerin Floe Kühnert (Leverkusen) mit 4,30m vor Julia Hütter (Bruchköbel/4,25).

Silber bei den Junioren gewannen nach 10 000-m-Läufer Andre Pollmächer (LAC Chemnitz/29:33,32) Fabian Schulze (Kornwestheim) mit 5,65m im Stabhochsprung, Tobias Ernst (Schalke/20,58) über 200m und mit der 4x100-m-Staffel mit deutschem U23-Rekord von 39,12, Stefan Eberhardt (Erfurt) über 1500m in 3:48,09, im Hürdensprint Willi Mathiszik (Leipzig) in 13,58 sowie über 400m Kamghe Gaba (LG Frankfurt/47,07), der mit der 4x400-m-Staffel (5.) scheiterte.

Wieser verletzt sich beim Zielsprung

Sechsmal Bronze gab es am Samstag über 100m durch Stefan Wieser (Leverkusen/10,32), der beim Zielsprung einen Bänderriss im Schultergelenk zuzog, und Verena Sailer (Fürth) in 11,53 Sekunden, Rene Bauschinger (Fürth) in 1:51,29 Minuten über 800m, Antje Möldner (Potsdam) in 4:16,34 über 1500m, Eva-Maria Stöwer (LG Hochsauerland) in 34:05,03 Minuten über 10.000m sowie im Hochsprung durch Ariane Friedrich (Frankfurt) mit guten 1,90m. Zum Auftakt war Zehnkämpfer Norman Müller (Halle) Dritter gewesen, zum Abschluss nur Hütter mit dem Stab.

"Ich verlor nach dem dritten Durchgang etwas die Spannung, aber bin zufrieden. Auch angesichts der Tatsache, dass ich seit vier Wochen Probleme mit der Bandscheibe habe. Bei der WM in Helsinki will ich mich gut verkaufen", meinte Harting. Petra Lammert (Stuttgart), nun in Neubrandenburg trainierend, meinte: "Diesen Sieg verdanke ich zu 100 Prozent Astrid Kumbernuss und Dieter Kollark."

Karastamati läuft neuen Europarekord

Für die international überragende Leistung sorgte die 20 Jahre alte Griechin Maria Karastamati, die über 100m mit Junioren-Europarekord von 11,03 Sekunden auf Platz vier der Frauen-Weltrangliste stürmte. Als Star der Titelkämpfe gewann Schwedens Siebenkampf-Olympiasiegerin Carolina Klüft den Weitsprung mit 6,79m.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%