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DLV peilt "zweistellige Zahl an Medaillen" an

Für die U23-Europameisterschaften der Leichtathleten in Erfurt hat sich das DLV-Team hohe Ziele gesetzt. "Wir wollen eine deutlich zweistellige Zahl an Medaillen gewinnen", sagte Bundestrainer Jürgen Mallow.

Ab heute müssen die deutschen Leichathleten bei der U23-Europameisterschaft in Erfurt zeigen, ob sie den hohen Erwartungen des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) gerecht werden können. "Wir wollen eine deutlich zweistellige Zahl an Medaillen gewinnen", sagt der Leitende Bundestrainer Jürgen Mallow: "Um die 20 sind möglich."

Rund 1 000 Sportler aus 44 Ländern haben für die Veranstaltung gemeldet, darunter Klüft im Weitsprung und Hochspringer Jaroslav Baba (Tschechien/Dritter), zwei olympische Medaillengewinner.

Gute Ausgangslage für DLV-Athleten

Die Ausgangslage der deutschen Athleten scheint gut. 17 von ihnen liegen nach den Meldelisten auf einem Medaillenplatz, weitere zwölf sind Vierter oder Fünfter. Hinzu kommen die Staffeln. "Als Gastgeber war es unser Ziel, nicht nur eine große, sondern auch eine leistungsstarke Mannschaft zu schicken", erklärt Mallow.

Sie wird im für 1,5 Mill. Euro renovierten Steigerwaldstadion von der Hammerwurf-Olympia-Vierten Betty Heidler (Frankfurt/Main), der Kugelstoß-Weltranglisten-Dritten Petra Lammert (Stuttgart) und Diskus-Hoffnung Robert Harting (Berlin) angeführt. Dieses Trio und weitere sechs DLV-Athleten aus dem U23-Aufgebot sind auch bei den Weltmeisterschaften in Helsinki (6. bis 14. August) dabei.

"Es gibt darüber hinaus durchaus noch Kandidaten, denen ich zutraue, in Erfurt nachträglich die WM-Norm zu überbieten", betont Mallow und nennt Diskuswerferin Ulrike Giesa (Fürth/München/Würzburg) und 200-m-Sprinter Till Helmke (Friedberg-Fauerbach).

DLV will letzten EM-Erfolg wiederholen

Bei den letzten U23-Titelkämpfen in Bydgoszcz/Polen gewann der Verband drei Gold-, sechs Silber- und vier Bronzemedaillen und belegte Rang drei in der Nationenwertung. Doch nur vier der zehn Einzelmedaillengewinner von Bydgoszcz werden 2005 bei der WM dabei sein. Der internationale Durchbruch ist nicht automatisch mit einer U23-Treppchenplatzierung verbunden.

"Das ist gesetzmäßig so, denn in der U23 starten drei Jahrgänge, bei einer WM zehn und im Feld der Werfer oftmals sogar 20", meint Mallow. Die EM sei jedoch eine wichtige Schaltstelle: "Hier erfolgt für viele Athleten eine Art Weichenstellung. Danach überlegen sie, ob sie viel Zeit in den Sport investieren, oder sich doch verstärkt um Beruf und Familie kümmern."

© SID

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