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Dmowska setzt sich WM-Krone auf

Bei der Fecht-Weltmeisterschaft in Leipzig hat sich die Polin Danuta Dmowska durch einen 12:11-Finalsieg über Maarika Vosu aus Estland den Titel geholt. Die deutschen Degen-Damen enttäuschten auch am zweiten WM-Tag.

Die Weltranglisten-14. Danuta Dmowska aus Polen hat sich bei der Fecht-WM in Leipzig den Titel gesichert. Im Finale besiegte die 23-Jährige Maarika Vosu aus Estland im "Sudden Death" mit 12:11 und gewann damit den ersten WM-Titel ihrer Karriere.

Topfavoritin Imke Duplitzer unterlag bereits in der ersten Runde sensationell der international völlig unbekannten Japanerin Megumi Harada mit 14:15 und scheiterte damit wie schon bei der WM auf Kuba 2003 in Runde eins.

Debakel der deutschen Degen-Damen ging weiter

Allerdings enttäuschte nicht nur Duplitzer auf der ganzen Linie. Ihre Mannschaftskolleginnen Monika Sozanska (Heidenheim), Claudia Bokel (Tauberbischofsheim) und Britta Heidemann machten das nicht für möglich gehaltene Debakel der Degen-Damen am zweiten WM-Tag perfekt. "Die Enttäuschung ist unheimlich groß", sagte Bokel, die eine Fortsetzung ihrer Karriere am Montag offen ließ: "Damit beschäftige ich mich heute noch nicht."

Unterdessen endete auch der erste Auftritt auf der großen Fechter-Bühne für Junioren-Weltmeister Nicolas Limbach mit einer herben Enttäuschung. Der 19 Jahre alte Säbel-Spezialist aus Dormagen konnte sein Pech nach der 14:15-Niederlage im Viertelfinale gegen den russischen Team-Olympiasieger Alexej Jakimenko kaum fassen. Vor allem die Leistung des bulgarischen Obmanns frustrierte Limbach zutiefst.

"Entscheidungen waren mehr als fraglich"

"Beim Stand von 14:12 und 14:14 hat der Bulgare zwei Entscheidungen getroffen, die waren mehr als fraglich. Ich habe mich nicht versteckt, als ich geführt habe, und wollte unbedingt in die Medaillenränge. Aber ich will jetzt nicht noch länger hadern. Das war meine erste WM, und wenn ich mir erstmal einen Namen gemacht habe, dann kriege ich auch mal in einer so knappen Situation den Punkt", sagte Limbach, nachdem sich die erste Enttäuschung bei Deutschlands großer Säbel-Hoffnung gelegt hatte.

Wie ein "alter Hase" hatte Limbach zuvor die Zuschauer in der Arena Leipzig in seinen Bann gezogen. Mit seiner unnachahmlichen Art trieb der selbstbewusste Junioren-Weltmeister von Linz 2005 den russischen Olympiasieger an den Rand der Verzweiflung. Zunächst führte Limbach 8:4, beim Stand von 14:12 hatte er drei "Matchbälle". "Ich weiß, was ich kann. Wir Säbler brauchen uns vor der Weltelite nicht zu verstecken. Deshalb glaube ich auch an eine Medaille mit der Mannschaft", meinte Limbach.

Covaliu holt Gold bei den Säblern

Säbel-Gold sicherte sich der Rumäne Mihai Covaliu. Der 27 Jahre alte Olympiasieger von Sydney 2000 besiegte im Finale das russische Säbel-Idol Stanislaw Pozdniakow 15:12 und gewann damit den ersten WM-Titel seiner Karriere.

Christian Kraus (Eislingen), Dennis Bauer (Koblenz) und Björn Hübner (Tauberbischofsheim) waren dagegen bereits vorzeitig ausgeschieden. Kraus unterlag in der ersten Runde dem Polen Marcin Koniusz 12:15. Bauer verlor im Achtelfinale gegen den russischen Ex-Weltmeister Stanislaw Pozdniakow 8:15, während Hübner ebenfalls in der Runde der letzten 16 an Oleg Schturbabin aus der Ukraine mit 13:15 scheiterte.

© SID

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