Donald Trump Eine zirkusreife Show

Der Mulitmilliardär Donald Trump kandidiert für das Amt des US-Präsidenten. Alles nur Show? Gut möglich. Der Immobilientycoon hat ein Faible für exzentrische Auftritte. Bis hin zum Wrestling-Ring.
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Der Mulitmilliardär Donald Trump bevorzugt die spektakuläre Inszenierung. Quelle: dpa
Donald Trump

Der Mulitmilliardär Donald Trump bevorzugt die spektakuläre Inszenierung.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Donald Trump weiß, wie man Aufmerksamkeit erregt. Der US-Unternehmer, ein Immobilientycoon alter Schule, gilt als ultrakonservativer Kapitalist und sucht wo er kann das Rampenlicht. Seine Casinos, seine Ex-Frau Ivana Trump, eine eigene TV-Show – die Marke Trump fällt auf und sie polarisiert.

Kein Wunder, dass Trump seit langer Zeit eine Affinität zum Wrestling zeigt. Das in Deutschland als „Catchen“ bekannt gewordene Schaukampf-Event gilt in den USA als „Live Action Seifenoper“, lebt von zirkusartiger Unterhaltung und konservativen Werten. Und die in Amerika gerade im jungen Publikum populären Shows des Marktführers World Wrestling Entertainment (WWE) sind eine perfekte Bühne für Werbung mit Pauken und Trompeten.

Hollywood rührt über diesen Kanal regelmäßig die Werbetrommel für Familienfilme. Warum dann nicht auch Donald Trump? Seit Mitte der 1980er Jahre finden Veranstaltungen der WWE in Trump-Gebäuden statt. Und den New Yorker Milliardär verbindet eine Freundschaft mit Konzernchef und Wrestling-Patriarch Vince McMahon.

Und so entstand zwischen dem exzentrischen Milliardär und dem Inszenierungsgenie die Idee, voneinander zu profitieren. Es wurde eine Rahmengeschichte gesponnen, ein „Kampf der Milliardäre“ zwischen Trump und McMahon. Für die Show war es egal, dass Trump tatsächlich mindestens drei Milliarden Dollar schwer ist, das Privatvermögen der Wrestling-Familie derweil auf rund 90 Millionen Dollar geschätzt wird.

Die Geschichte, die 2007 mit mehreren TV-Auftritten forciert wurde, gipfelte in einem stilisierten Kampf der Eitelkeiten. Bei einem Kampf zweier handverlesener Wrestler ging es um das Haupthaar der „Milliardäre“. Wessen Gladiator unterliegt, der würde rasiert. Trumps seit Jahrzehnten unerschütterliche Frisur ist ein Markenzeichen. Auch, wenn für viele inzwischen sicher ist, dass es sich um ein Toupet handelt. Die Aussicht, dass dieses Geheimnis ein für alle Mal gelüftet werden könnte, lies zur Großveranstaltung „Wrestlemania 23“ im April 2007 80.000 Zuschauer pilgern. Im US-Pay-TV wurde die Show 1,2 Millionen Mal verkauft, damals ein absoluter Rekord.

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