Doping in der Leichtathletik: Höchste Zeit, dass Adidas Konsequenzen zieht

Doping in der Leichtathletik
Höchste Zeit, dass Adidas Konsequenzen zieht

Adidas könnte aus dem Leichtathletik-Sponsoring aussteigen: Lange profitierte der Sportartikelhersteller von der Nähe zu internationalen Sportverbänden, nun geht der Konzern auf Abstand. Das war überfällig. Ein Kommentar.

MünchenHier die Skandale im Fußball, dort die Dopingaffären in der Leichtathletik: Wann immer es im Sport schmutzig wird, fällt auch der Name Adidas. Das hat historische Gründe: Horst Dassler, der Sohn des Firmengründers Adi Dassler, hat vor vier Jahrzehnten enge Bande mit den weltweit führenden Sportverbänden geschlossen.

Das war lange zum Wohle der Marke mit den drei Streifen, schließlich waren die Franken bei allen großen Sportevents an vorderster Front mit dabei. Doch seit einigen Jahren ist die Nähe zu den internationalen Verbänden eine schwere Bürde. Vor allem die Korruption im Weltfußballverband Fifa hat auch ein schlechtes Licht auf Adidas geworfen.

Jetzt sieht alles danach aus, als würde Adidas erstmals einen tiefen Schnitt machen: Europas größter Turnschuh-Hersteller steht offenbar davor, den Vertrag mit dem Welt-Leichtathletikverband IAAF aufzulösen. Auslöser ist der riesige Dopingskandal, in den viele Athleten, vor allem aber korrupte Funktionäre verwickelt sind.

Es wird höchste Zeit, dass Adidas Konsequenzen zieht. Viel zu lange hat das Unternehmen den dunklen Machenschaften im Sport zugesehen, hat geschäftlichen Erfolg über moralische Bedenken gestellt. Doch inzwischen sind die Konsumenten sensibler geworden für die vielen Missstände im Spitzensport.

So mancher Investor sieht das Sponsoring ebenfalls kritisch. Der vermeintliche Vorteil droht sich nun ins Gegenteil zu verwandeln.

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Kein Profit

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