Doping-Skandal
1000 Seiten Beweise gegen Lance Armstrong

Dem siebenmaligen Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong hat die US-Anti-Dopingagentur USADA das „erfolgreichste Dopingprogramm“ bescheinigt, „das der Sport jemals gesehen hat“. Die Beweise füllen mehr als 1000 Seiten.
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BerlinDer Dopingfall Lance Armstrong nimmt wieder Fahrt auf. Die US-Anti-Dopingagentur USADA schickte am Mittwoch ihre Urteilsbegründung mit deutlichen Anschuldigungen gegen den siebenmaligen Gewinner der Tour de France an den Radsport-Weltverband UCI. Nach Erhalt der Akten hat der Verband 21 Tage Zeit, sein Urteil zu fällen.

US Postal, langjähriges Profiteam Armstrongs, habe das „ausgeklügeltste, professionellste und erfolgreichste Dopingprogramm betrieben, das der Sport jemals gesehen hat“, schrieb die USADA in einer Mitteilung auf seiner Internetseite.

Die Beweisführung gegen Armstrong sei mehr als 1000 Seiten stark und enthalte beeidete Zeugenaussagen von 26 Personen, davon 15 früheren Fahrern. Darunter befinden sich laut USADA Armstrongs Ex-Teamkollegen Tyler Hamilton, George Hincapie, Floyd Landis oder Levi Leipheimer.

„Die Dopingverschwörung war professionell entworfen, um die Athleten unter Druck zu setzen, gefährliche Dopingmittel zu nutzen, (...) und einen unfairen Wettbewerbsvorteil zu gewinnen“, schrieb USADA-Chef Travis Tygart.

Der UCI-Verbandsvorsitzende Pat McQuaid hatte mehrmals angedeutet, die Strafen - lebenslange Sperre gegen Lance Armstrong plus Aberkennung aller sieben Tour-de-France-Siege zwischen 1999 und 2005 - zu akzeptieren.

Der 41-jährige Armstrong hatte darauf verzichtet, der USADA-Verurteilung zu widersprechen. Der Report ging auch an die Welt-Anti-Dopingagentur WADA und den Triathlon-Weltverband. Die USADA kündigte an, das Material im Internet zu veröffentlichen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Doping-Skandal: 1000 Seiten Beweise gegen Lance Armstrong"

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  • Das Problem ist das Leute wie Ullrich und Armstrong kriminalisiert werden.
    Andere Spitzensportler wie Pechstein, Usain Bolt, Ronaldo, Phelps wird die Hand darüber gehalten.
    Der Radsport hat die schwächste Lobby und muss dafür herhalten den Anschein zu erwecken die anderen Sportarten allen voran Fußball wären sauber.
    beim fuentes skandal wurden lediglich die Namen der Radsportler veröffentlicht. Die Namen der Fußballspieler, tennisspieler und der Leichtathleten blieben auf Grund der stärkeren Lobby verschont.
    So dürfen die Radsportler als Betrüger beschimpft werden und die anderen Spitzensportler bleiben erstmal Helden solange die Hand über sie gehalten wird

  • ok, und was ist jetzt das neue daran? War doch eh schon seit Jahren klar und natürlich hat Perfektionist Armstrong auch das Doping perfektioniert - bis hin zu seiner Spende über 100.000 $ an die UCI zur Verwendung im Antidopingkampf. Erhält jetzt nicht Ullrich dann 3 oder 4 TdF Siege zugesprochen? Was für nen tragischer Witz, die bringen ihm dann heute auch nichts mehr...

    Garantiert Dopingfreien Radsport findet man hier :-) www.cyclingforkids.de

  • Was regt man sich hier auf? Gedopt wurde schon immer. Schon zu beginn der 1. Tour de France wurde experimentiert. Damals hat man sich vor dem Start Rotwein reingekippt um den Kreislauf anzuregen und dazu eine Zigarre über Lunge geraucht, weil man glaubte die Bronchien zu erweitern. Wo hohe Preisgelder winken ist die Versuchung zu tricksen halt immer gegeben. Und das gilt für jede Sportart.
    Und der mittelbare Druck der Sponsoren ist nicht zu verachten. Die machen sich die Finger nicht schmutzig, da deren Gelder benötigt werden, damit der Spielbetrieb funktioniert.
    Legalisiert das Doping. Leistungsunterschiede gibt es dann auch noch.Aber hört auf der breiten Masse zu suggerieren, dass man ohne Doping und nur durch gute Trainingsmethoden und Ernährung einen Weltrekord nach dem anderen aufstellen kann.

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