Doping-Skandal
Millionengeschäft Radsport

Der Druck auf die Fahrer hat in den vergangenen Jahren zugenommen und zu einer gestiegenen Belastung in der ohnehin trainingsintensiven Sportart geführt. Die Sponsoren hinter den Teams wollen Siege sehen. Die aktuelle Doping-Affäre könnte den professionellen Radsport in eine lange Krise versetzen.
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DÜSSELDORF. Der professionelle Radsport ist längst zu einem Riesengeschäft geworden. Laut der Zeitschrift "werben & verkaufen" lassen sich allein die deutschen Haupt-Sponsoren ihr Engagement fast 30 Millionen Euro kosten. Sieben Millionen Euro zahlt allein Nordmilch an das Team Milram, Gerolsteiner überweist noch eine Millionen Euro mehr. An der Spitze steht aber noch immer T-Mobile, die ihre Mannschaft mit mindestens zwölf Millionen unterstützt.

Die Teams profitieren dabei vom Aufstieg des Radsports. Während noch Ende der 90er Jahre kaum jemand diese Sportart besonders stark in den Medien verfolgte, interessiert sich mittlerweile jede sechste Deutsche für die Tour de France. Durch die Fußball-WM ist die Sportbegeisterung in diesem Jahr sogar noch gewachsen, sagen Experten.

Das alleine reicht den Sponsoren jedoch nicht. Da der professionelle Radsport schon immer mit Doping-Vorwürfen konfrontiert wurde, lassen sie sich von den Fahrern mittlerweile schriftlich bescheinigen, dass sie "sauber" sind. Diese unterschreiben auch, handeln oftmals jedoch ganz anders.

Wie die Konsequenzen der Sponsoren-Konzerne darauf aussehen können, zeigte sich bereits in den vergangenen Tagen beim ebenfalls in die Affäre verwickelten Radrennstall Astana-Würth. Gegen das Team ermittelt die Staatsanwalt. Kurs vor dem morgigen Start der Tour de France war sogar unklar, ob die Mannschaft teilnehmen darf. Zumindest vorläufig hat die Tour-Direktion sich jetzt aber dafür entschieden.

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