Doping-Vorwürfe
Floyd Landis will sich „reinwaschen“

Der Sieger der diesjährigen Tour de France, der Amerikaner Floyd Landis, hat den gegen ihn erhobenen Dopingvorwurf zurückgewiesen. Bei ihm war nach seiner schier unglaublichen Leistung auf der 17. Etappe ein überhöhter Wert des leistungssteigernden Hormons Testosteron festgestellt worden.

HB ZÜRICH. Er habe nicht betrogen, um die Frankreich-Rundfahrt zu gewinnen, sagte Landis am Donnerstagabend bei einer Telefonkonferenz. Er habe keine Erklärung dafür, weshalb bei ihm hohe Testosteronwerte festgestellt worden seien. Er sei sicher, dass er seinen Namen wieder reinwaschen könne, sagte Landis weiter.

Der Radrennfahrer äußerte sich wenige Stunden, nachdem der Dopingverdacht gegen ihn bekannt geworden war. Wie sein Team Phonak am Donnerstag mitteilte, liegt ein positiver Dopingtest vor. Bei ihm seien ungewöhnlich hohe Testosteron/Epitestosteron-Werte während des Rennens bei einem Test nach der 17. Etappe festgestellt worden, hieß es auf der Web-Site des in der Schweiz ansässigen Rennstalls. Phonak sei tags zuvor vom Radrennverband UCI darüber informiert worden.

Die UCI hatte am Mittwoch erklärt, ein Fahrer sei bei einem Dopingtest aufgefallen. Ein Name wurde aber nicht genannt. Das Management von Phonak und auch der Fahrer seien völlig überrascht worden von diesem Ergebnis, hieß es in der Erklärung von Phonak. Landis habe um die Untersuchung der B-Probe gebeten, um zu beweisen, dass das Ergebnis Folge eines natürlichen Prozesses oder eines Fehlers sei, erklärte der Rennstall. Landis sei bis auf weiteres suspendiert worden. Sollte die B-Probe das erste Testergebnis bestätigen, sei er entlassen.

Landis lag vor der 17. Etappe auf dem elften Platz und mehr als acht Minuten hinter dem führenden Spanier Oscar Pereiro. Auf einer der schwersten Alpenetappen griff er dann aber an und erreichte einen spektakulären Sieg. Danach lag er auf Platz drei der Gesamtwertung und nur noch 30 Sekunden hinter dem Führenden. Den Sieg sicherte sich Landis dann beim Zeitfahren am vergangenen Samstag. Er gewann am Ende die Tour mit 57 Sekunden Vorsprung auf Pereiro. Dritter wurde der Deutsche Andreas Klöden. Sollte sich der Verdacht gegen Landis bestätigen, könnte ihm der Tour-Sieg aberkannt werden.

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