Dopingmittel sind heiß begehrt
T-Mobile-Profi Ludewig unter Dopingverdacht

Das Team T-Mobile kommt auch vier Tage nach der Suspendierung von Jan Ullrich nicht zur Ruhe. Seit Montag liegen der Mannschaft Hinweise vor, nach denen sich Jörg Ludewig nach Dopingmitteln erkundigt haben soll.

Der Bonner Rennstall Team-T-Mobile kommt in diesen Tagen nicht aus den Schlagzeilen. Vier Tage nach der Suspendierung von Kapitän Jan Ullrich muss sich das Magenta-Team mit neuen Dopingvorwürfen auseinandersetzen. T-Mobile liegen seit Montag Hinweise vor, nach denen sich Jörg Ludewig 1998 nach der Beschaffung von Dopingmitteln erkundigt haben soll. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die das Team am Dienstag nur rund eine Stunde nach Matthias Kesslers Triumph auf der dritten Tour-Etappe veröffentlichte. Ludewig war zu Saisonbeginn vom aufgelösten italienischen Team Domina Vacanze für ein Jahr verpflichtet worden.

"Auch wenn Ludewig damals noch nicht für das T-Mobile Team fuhr, ist dies für uns Anlass genug, die Angelegenheit zu prüfen", sagte Teammanager Olaf Ludwig. Der 30-jährige Ludewig fuhr 1998 für das Team Bayer Worringen.

In dieser Zeit soll er sich schriftlich nach Dopingpräparaten erkundigt und die Bereitschaft signalisiert haben, sich zu dopen. Ein entsprechender Schriftverkehr liegt dem T-Mobile Team nach eigenem Bekunden vor.

T-Mobile will den "Sachverhalt prüfen"

"Uns liegt zwar kein Beweis für Doping vor, und es ist uns auch bewusst, dass der Vorgang bereits acht Jahre zurückliegt", sagt Christian Frommert, der Leiter Sportkommunikation bei T International. -Mobile "Jedoch gibt uns allein der Hinweis auf die Absicht, Doping betreiben zu wollen, Anlass, den Sachverhalt zu prüfen."

Inwieweit sich das mit der klaren Linie, sauberen Radsport zu betreiben, vereinbaren lässt, müsse untersucht werden, so Frommert. Das T-Mobile Team steht bereits in Kontakt zu Ludewig und behält sich weitere Schritte vor.

© SID

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