Doppelbelastung für den deutschen Radprofi
Aldag auf zwei Rädern unterwegs

Halb TV-Reporter, halb Radprofi: Der 36 Jahre alte T-Mobile - Routinier, der wegen der Folgen eines Armbruchs vom April nicht für die Tour de France nominiert wurde, steht ab Samstag in Frankreich unter einer ungewöhnlichen Doppelbelastung.

HB Berlin. "Ich bin jetzt zum dritten Mal beim ZDF als Co-Kommentator dabei. Jeden zweiten Tag kann ich trainieren, denn zumindest bis 31. Dezember bin ich noch Radprofi", sagte der lange Westfale. Bis auf Jan Ullrich hat Aldag dabei allen aktuellen Tour-Startern des Bonner Teams eines voraus: "Ich weiß, wie hart es ist, ein Gelbes Trikot zu verteidigen. Ich war 1996 beim Riis-Sieg dabei und 1997 als Jan gewann."

Aldag, als Experte mit Wortwitz im Fernsehen hoch geschätzt, hat das Kapitel Tour de France als Aktiver abgehakt. "Zehn Touren - das war's", sagte der deutsche Meister von 2000, als seine Nicht- Nominierung feststand. "Der Bruch ist verheilt. Aber es wäre nicht gegangen. Bei der Tour de Suisse bin ich zum ersten Mal bergab gestürzt. Ich kann den Lenker einfach nicht so fest fassen, wie es sein muss." Vielleicht beendet Aldag zum Jahresende seine Karriere. "Entschieden ist noch nichts - es gibt Überlegungen", sagte der Edelhelfer von Ullrich und Erik Zabel.

Fernseh-Journalist könnte eine Alternative für den nicht mehr aktiven Aldag sein. "Ich weiß nicht, ob ich dafür wirklich Talent hätte, so nach dem Modell Rudi Cerne. Auf jeden Fall arbeite ich mit dem ZDF zusammen, so lange die Senderechte für die Tour vorhanden sind: bis 2008, mit Option 2009", sagte Aldag. Das ZDF überträgt zehn der 21 Etappen der 92. Tour.

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