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Dritte Pleite für deutsche Volleyballerinnen

Deutschlands Volleyballerinnen droht bei der Europameisterschaft in Kroatien das schlechteste EM-Ergebnis aller Zeiten. Das DVV-Team verlor gegen Aserbaidschan mit 0:3 und kassierte die dritte Pleite im dritten Spiel.

Nach der dritten Niederlage im dritten Spiel droht den deutschen Volleyballerinnen das schwächste Europameisterschafts-Ergebnis der Geschichte. In Zagreb verlor das enttäuschende Team um Kapitän Angelina Grün gegen Aserbaidschan mit 0:3 (24:26, 14:25, 21:25). Nach den vorangegangenen Pleiten gegen Serbien und Montenegro (1:3) und Polen (2:3) ist damit der Traum von der zehnten deutschen EM-Medaille endgültig ausgeträumt, die Titelkämpfe könnten bereits nach der Vorrunde beendet sein.

"So kann man international nichts gewinnen"

"Die Leistungsschwankungen in der Mannschaft sind einfach zu groß. So kann man international nichts gewinnen", kommentierte Bundestrainer Hee Wan Lee. Mit 0:6 Punkten belegen die deutschen Schmetterlinge abgeschlagen den letzten Platz der Gruppe 1. Ändert sich daran nichts mehr bis zum Ende der Vorrunde, wäre mit Rang elf oder zwölf das schwächste Ergebnis der Historie kontinentaler Titelkämpfe seit 1958 perfekt. Bislang bildeten zwei neunte Plätze (1997 und 2003) den Tiefpunkt.

"Ich will nicht nach der Vorrunde nach Hause fahren. Ein Platz unter den besten Acht ist Pflicht. Die Mannschaft gibt nie auf", meinte Grün aber weiter optmistisch. Um die Trostrunde um die Plätze fünf bis acht zu erreichen, sind nun zwei Siege Pflicht.

Mittwoch spielt das DVV-Team gegen Kroatien

Nächster Gegner ist nach einem Ruhetag Gastgeber Kroatien am Mittwoch (20.30 Uhr). Im letzten Vorrundenspiel heißt der Gegner Rumänien. Die beiden Gruppenletzten scheiden nach der Vorrunde aus.

Um die beiden Halbfinalplätze kämpft neben Favorit Polen und Aserbaidschan die Auswahl von Serbien und Montenegro. Mit dem 3:2 feierte das Balkanteam gegen Rumänien ebenfalls seinen zweiten Sieg.

Kein Mittel gegen Aserbaidschan

Deutschland, immerhin EM-Dritter von 2003, verspielte dagegen gegen Aserbaidschan wie schon gegen Polen mit anfängerhaften Fehlern seine Chancen. Im ersten Satz verwandelte das von der 19 Jahre alten Zuspielerin Najda Jenzewski geführte Team einen 20:23-Rückstand in eine 24:23-Führung, vergab jedoch den Satzball und geriet in Rückstand. In der Folgezeit fand der deutsche Block kein Mittel gegen das schnelle und kraftvolle Spiel des 16 Weltranglistenpositionen schlechter platzierten Gegners.

Nur Angelina Grün zeigte im Debakel internationales Format. Gegen die aufstrebende Volleyball-Größe Aserbaidschan hatte das deutsche Team bei der Weltserien-Qualifikation im Juli schon zweimal klar verloren.

Nur 100 Zuschauer waren dabei

In Zagreb waren nach dem Eingang einer Briefbombe in der britischen Botschaft am Montag die Sicherheitsvorkehrungen leicht verstärkt worden. Allerdings verloren sich erneut nur 100 Zuschauer in der gähnend leeren Halle.

Ähnlich schlecht ist die Resonanz in der Vorrundengruppe zwei in Pula an der Adria, wo Weltmeister Italien mit dem 3:0 gegen die Türkei seinen dritten Sieg feierte und die Goldambitionen unterstrich. Auch Bulgarien bleibt nach dem zweiten Sieg beim 3:0 gegen Spanien ein Medaillenkandidat. Deutschland ist dagegen nicht einmal mehr Mittelmaß - in den letzten 21 Spielen seit der erfolgreichen WM-Qualifikation gab es nur vier Siege.

© SID

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