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DSV hofft auf Geldfluss nach Medaillenregen

Sportlicher Erfolg verspricht Geld: Diese Gleichung soll auch für den Deutschen Skiverband (DSV) aufgehen. Mit möglichst vielen Olympia-Medaillen im Rücken will man in die Verhandlungen um einen neuen TV-Vertrag gehen.

Längst tanzt auch der Deutsche-Skiverband (DSV) um das goldene Kalb namens TV-Gelder. Mit zahlreichen Medaillen am Revers will der DSV nach den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin in die Verhandlungen um einen neuen Fernseh-Vertrag einsteigen. "Durch die Erfolge der letzten Jahre liegt die Messlatte hoch. Wir wollen bei den Olympischen Spielen in Turin unsere Erfolgsstory fortschreiben", sagte der neue Präsident des Deutschen Skiverbandes (DSV), Alfons Hörmann, in Ruhpolding dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Speziell die Biathleten, die bei der WM 2005 drei Einzel-Titel und insgesamt neun Medaillen gewannen, sowie die nordischen Asse um Doppel-Weltmeister Ronny Ackermann (Dermbach/Nordische Kombination) und Weltcup-Gewinner Axel Teichmann (Lobenstein/Langlauf) seien die Lokomotiven der deutschen Olympia-Mannschaft: "Aber auch von den Skispringern und den Alpinen um Maria Riesch können wir Medaillen erwarten."

Eine erfolgreiche DSV-Bilanz bei den Wettbewerben in Pragelato, Sestriere und San Sicario/Cesana bezeichnete Hörmann als "Steilvorlage" für die Verhandlungen um einen Nachfolge-Kontrakt des im November 2007 auslaufenden Vertrages mit RTL. Die Kölner zahlen innerhalb von fünf Jahren 77 Mill. Euro in die Verbandskasse. "Keine Frage, dass die Olympischen Spiele von entscheidender Bedeutung sind. Je erfolgreicher wir abschneiden, desto begehrter wird die Ware, die wir anbieten", sagte Hörmann dem sid.

Zwei Großprojekte auf der To-do-Liste

Als zwei der wichtigsten anstehenden DSV-Projekte der nächsten Jahre bezeichnete Hörmann den Bau eines Skitunnels in Oberhof sowie den Schanzen-Neubau in Garmisch-Partenkirchen. Die alte Olympiaschanze ist der einzige noch nicht modernisierte Bakken, der im Rahmen der Vierschanzentournee genutzt wird.

Hörmann glaubt, dass eine letztlich erfolgreiche Bewerbung von Garmisch-Partenkirchen um die Ausrichtung der alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2011 den Neubau oder die Sanierung der Schanze beschleunigen würde. Das Gelände des Olympia-Stadions von 1936 ist für Eröffnungs- und Schlussfeier vorgesehen, der Zielraum der Wettbewerbe grenzt unmittelbar an. Über den WM-Ausrichter 2011 entscheidet der Ski-Weltverband FIS beim Kongress 2006 in Portugal.

© SID

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