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DTB-Team peilt Wiederaufstieg an

Tommy Haas, Nicolas Kiefer, Rainer Schüttler und Alexander Waske wollen ab heute (12.30 Uhr) in Liberec an einem Strang ziehen, um gegen Gastgeber Tschechien den Wiederaufstieg in die Daviscup-Weltgruppe zu schaffen.

Ab heute Mittag (12.30 Uhr/live im DSF) wird es in Liberec Ernst für Nicolas Kiefer, Tommy Haas, Rainer Schüttler und Alexander Waske, wenn das Team des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) gegen Gastgeber Tschechien um den Aufstieg in die Daviscup-Weltgruppe 2006 spielt.

Den Auftakt macht dabei die deutsche Nummer zwei Tommy Haas gegen Tschechiens Nummer eins Tomas Berdych. "Es ist immer gut, wenn man genau weiß, wann man auf den Platz geht", erklärt der Hamburger und fährt fort: "Wir wollen und müssen hier und jetzt zurück in die Weltgruppe, so viel Zeit haben wir nicht mehr."

Kiefer neue Nummer eins

Nicolas Kiefer, die neue Nummer eins in der deutschen Mannschaft, spielt danach das zweite Einzel gegen Tomas Zib, der für den verletzten Jiri Novak ins tschechische Team rückte. Kiefer zeigt sich genauso entschlossen, das deutsche Tennis wieder dahinzuführen, wo es seiner Meinung nach hingehört: "Wir müssen endlich ausbügeln, was wir in den letzten zwei Jahren gemacht haben. Da dürfen wir auch gar nicht viel rumdiskutieren."

Exakt ein Jahr nach der Niederlage gegen die Slowakei in Bratislava versucht die deutsche Mannschaft erneut, die Niederungen der Zweitklassigkeit zu verlassen, in die sie im September 2003 durch die Pleite gegen Weißrussland in Sundern abgerutscht war. Teamchef Patrik Kühnen sieht in Liberec eine ähnliche Situation wie in Bratislava, allerdings mit einem großen Unterschied: "Hier ist endlich mal unsere beste Mannschaft am Start." In Bratislava fehlten der verletzte Nicolas Kiefer und der an einer Bronchitis erkrankte Rainer Schüttler, der in Liberec zum Team gehört, allerdings nach derzeitigem Stand nicht für einen Einsatz vorgesehen ist.

Haas im Doppel wieder mit Waske

Die Einzel spielen Kiefer und Haas, für das Doppel am Samstag (ab 14.00 Uhr/live bei DSF) sind Haas und Alexander Waske vorgesehen. Waske, der noch nie in seinem Leben einen Schluck Alkohol getrunken hat und lieber auf die Droge Daviscup schwört, setzt voll auf Sieg: "Frantisek Cermak und Lajos Friedl sind zwar mit ihren fünf Titeln in diesem Jahr auf dem Papier das bessere Doppel, aber ob sie bei ihrem Daviscup-Debüt mit dem Druck vor eigenem Publikum in einem so wichtigen Spiel klarkommen, weiß man nicht. Da sind Tommy und ich wahrscheinlich abgebrühter."

Dass die Tschechen nach dem Verzicht ihres Spitzenspielers Radek Stepanek nun auch noch kurzfristig den an der Achillessehne verletzten Jiri Novak ersetzen mussten, nahm Teamchef Kühnen mit einiger Überraschung zur Kenntnis: "Um ehrlich zu sein, hatte ich damit eigentlich nicht gerechnet, aber grundsätzlich spielt es auch keine Rolle. An unserer Mannschaft und unserer Stärke ändert das nichts, ich war und bleibe zuversichtlich." Haas hatte den Verzicht von Novak sogar erwartet: "Er hat seit Wochen Probleme, da war es eher unwahrscheinlich, dass er ausgerechnet in einer so wichtigen Partie zum Einsatz kommt."

Die Hoffnungen der Tschechen trägt nun in erster Linie Tomas Berdych, der am 17. September seinen 20. Geburtstag gefeiert hat. Der "Vollstrecker mit dem Engelsgesicht", der "blonde Engel", wie ihn britische Zeitungen nach seinem Erfolg gegen den großen Roger Federer im vergangenen Jahr in Athen getauft haben, ist laut Tommy Haas "ein Mann für zwei Punkte, den müssen wir im Griff haben".

© SID

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