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Duell der Torjäger: Makaay jagt Mintal

Zwei Tor-„Phantome“ streiten um die Nachfolge des Brasilianers Ailton, doch der Jäger Roy Makaay stapelt im Duell mit Marek Mintal um die Torjäger-Krone der Fußball-Bundesliga tief.

dpa MÜNCHEN. Zwei Tor-"Phantome" streiten um die Nachfolge des Brasilianers Ailton, doch der Jäger Roy Makaay stapelt im Duell mit Marek Mintal um die Torjäger-Krone der Fußball-Bundesliga tief.

"Vier Tore in zwei Spielen aufzuholen - das ist unmöglich", erklärte der 19-malige Saison-Torschütze des FC Bayern München zu seinen Chancen, den bislang 23 Mal erfolgreichen Mittelfeldspieler des 1. FC Nürnberg an den letzten zwei Spieltagen noch abzufangen. Der drittplatzierte Brasilianer Marcelinho (17 Tore) von Hertha BSC sowie der Bulgare Dimitar Berbatow (16) von Bayer Leverkusen dürften nicht mehr in den Zweikampf eingreifen können

Im Münchner Olympiastadion kommt es beim bayerischen Derby zwischen dem neuen deutschen Meister FC Bayern und dem "Club" zum direkten Wettschießen zwischen dem 27-jährigen Slowaken Mintal und dem drei Jahre älteren Niederländer Makaay. Und nachdem Makaay zuletzt in Kaiserslautern und in Mainz jeweils drei Mal getroffen hat, gibt Bayern-Trainer Felix Magath seinem Stürmerstar wieder eine reelle Chance: "Roy ist in bestechender Form, die Sache ist noch nicht gelaufen." Mintal wiederum hat Makaay einen "Deal" angeboten: "Roy holt sich den DFB-Pokal und ich bekomme die Kanone."

Beide Kontrahenten dürfen sich nach den erreichten Saisonzielen ihrer Clubs der vollen Unterstützung ihrer Teamkollegen sicher sein. "Wir haben es uns zur Aufgabe gestellt, Roy an die Spitze zu bringen", betonte Nationalspieler Michael Ballack. Der Nürnberger Abwehrspieler Marek Nikl hat seinem Teamkollegen Mintal sogar versprochen, dass Makaay gegen ihn kein Tor erzielen wird. Im Erfolgsfall muss Mintal aber 500 Euro in die Mannschaftskasse zahlen. "Wir werden versuchen, Makaay an die Kette zu legen. Und wenn Mintal sein Tor macht, dann ist er Torschützenkönig", prophezeite Nürnbergs Präsident Michael A. Roth.

Während Mintal den berühmteren Widersacher Makaay sogar als "mein Idol" bezeichnet und von den "fantastischen Toren" des Niederländers schwärmt, war dem Bayern-Star der Erfolgsgarant des fränkischen Aufsteigers bis vor einem Jahr praktisch kein Begriff, wie er zugab. Jetzt könnte ausgerechnet das 150 000-Euro-Schnäppchen des 1. FC Nürnberg den 18,75 Mill. Euro teuren Rekordtransfer des FC Bayern erneut auf Platz zwei der Torschützenliste verweisen. In seiner ersten Bundesliga-Saison war Makaay (23 Tore) nur vom damals noch für Werder Bremen stürmenden Ailton (28) übertroffen worden.

Dass Mintal als Mittelfeldspieler so erfolgreich ist, begründet sich für Makaay auch im Nürnberger Spielsystem: "Er hat ziemlich viele Freiheiten und erscheint oft vor dem Tor." Auffällig ist die Beidfüßigkeit beider Torjäger: Mintal traf zehn Mal mit rechts und acht Mal mit links, bei Makaay lautet das Verhältnis neun zu acht.

Gewinnt der Slowake das Duell um die Torjäger-Kanone, wäre er der erste Torschützenkönig des 1. FC Nürnberg. Wichtiger wäre den "Club"- Fans jedoch, wenn der vertraglich bis 2008 gebundene Mintal auch in der kommenden Saison für die Franken Tore schießen würde. "Wir werden alles daran setzen, ihn zu behalten", betonte Nürnbergs Sportdirektor Martin Bader: "Marek ist für uns fast unersetzbar." Wie unverzichtbar Makaay für die Bayern ist, erfuhren diese bereits in dieser Saison schmerzlich beim Ausscheiden aus der Champions League. Ausgerechnet im Viertelfinale gegen den FC Chelsea war Makaay nicht fit. Seine Tore fehlten. "Sonst wären wir jetzt noch dabei", behauptete Magath.

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