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Eckert stellt Abfahrts-Ski in die Ecke

Vor dem Start in den olympischen Winter hat Ski-Rennläufer Florian Eckert seinen Rücktritt erklärt. Der 26-Jährige konnte sich wegen Verletzungen "ein weiteres Mal nicht im geplanten Umfang auf die Saison vorbereiten".

Die ständigen Verletzungen haben Ski-Rennläufer Florian Eckert in die Knie gezwungen. Fünf Monate vor den Olympischen Spielen in Turin (10. bis 26. Februar) hat der 26-Jährige vom SC Lenggries seine Karriere beendet. Der Abfahrer hatte nach einer schweren Knieverletzung im Jahr 2001 immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.

"Da ich mich ein weiteres Mal nicht im geplanten Umfang auf die Saison vorbereiten konnte, habe ich beschlossen, meine aktive Karriere zu beenden. Ich wäre zwar gerne bei den Olympischen Spielen gestartet, aber ohne anständige Vorbereitung macht das keinen Sinn", sagte Eckert am Mittwoch.

Schwer zu ersetzende Leitfigur im DSV-Team

"Er wird der Mannschaft enorm fehlen. Nicht zuletzt seine professionelle Einstellung machten ihn zu einer Leitfigur im Team, die nur schwer zu ersetzen sein wird", meinte DSV-Cheftrainer Werner Margreiter. Auch Walter Vogel, Technischer Leiter Alpin des Deutschen Ski-Verbandes (DSV), bedauerte den Rücktritt: "Mit Florian Eckert bricht uns eine tragende Säule im Speed-Bereich Herren weg. Wir verlieren eine vorbildliche Sportler-Persönlichkeit."

Seinen größten Triumph hatte Sportsoldat Florian Eckert bei der Weltmeisterschaft 2001 in St. Anton in der Abfahrt gefeiert, als er sensationell Bronze holte. Im vergangenen Winter wurde Eckert, der nie ein Weltcup-Rennen gewinnen konnte, noch einmal Teamweltmeister mit der deutschen Mannschaft in Bormio. Im Super-G hatte er Platz sechs belegt, in der Abfahrt wurde er WM-Zwölfter. Dennoch hatte Eckert in den vergangenen Jahren kaum die großen Hoffnungen erfüllen können, die er durch Platz drei bei der WM und zwei zweite Plätze im Weltcup 2001 geweckt hatte. Die schwere Knieverletzung warf ihn immer wieder zurück.

Stattdessen Feinwerktechnik-Studium

Im November 2001 hatte sich Eckert bei einem Trainingssturz einen Trümmerbruch des rechten Schienbeinkopfes zugezogen und war nach mehreren Operationen zwei Jahre lang ausgefallen. Nach einem erneuten Eingriff in diesem Früjahr musste Eckert feststellen, dass das lädierte Knie der Beanspruchung im Training nicht mehr Stand hält.

"Das Knie ist nicht belastbar genug, um Rennsport, wie ich ihn mir vorstelle, zu betreiben", erklärte Eckert: "Ich muss immer wieder pausieren. Rennen fahren zu wollen, macht da keinen Sinn." Eckert, der in den letzten sechs Jahren der Sportfördergruppe der Bundeswehr angehörte, strebt in Zukunft ein Feinwerktechnik-Studium an der Fachhochschule München an.

Die alpine Ski-Saison beginnt am 22./23. Oktober im österreichischen Sölden. Für Frauen und Männer steht ein Riesenslalom auf dem Programm.

© SID

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